Kein Anbau ans Landratsamt

Das Landratsamt bleibt vorerst, wie es ist.

Wegen gestiegener Kosten kann der geplante Anbau nun doch nicht verwirklicht werden.

Bad Hersfeld. Der geplante Anbau des Landratsamtes kann vorerst nicht gebaut werden. Wie Landrat Dr. Michael Koch in dieser Woche mitteilte, habe er die weiteren Planungen wegen der deutlich gestiegenen Kosten gestoppt. Aufgrund des derzeitigen Baubooms seien die Kosten für Bauprojekte unerwartet in die Höhe geschnellt. Angesichts dessen lasse sich der Bau nicht mehr in dem vom Landkreis vorgegebenen Kostenrahmen verwirklichen, erklärte Klaus Kirchberger, Geschäftsführer der OFB Projektentwicklung, die mit dem Bau des Gebäudes beauftragt wurde.

Die Garantie, dass die vom Kreistag genehmigten Baukosten in Höhe von 21 Mio. Euro nicht überschritten werden, war aber für Landrat Dr. Koch besonders wichtig und ein wesentlicher Grund für die Zusammenarbeit mit der OFB, einer Tochter der Helaba Landesbank. Diese hätte nämlich als externer Bauherr auf eine europaweite öffentliche Ausschreibung der Bauausführung verzichten können, was die Planungsphase deutlich verkürzt hätte. Auch dies war Dr. Koch ein wichtiges Anliegen, um die derzeit recht beengten Verhältnisse in der Verwaltung bald zu beenden. Der Baubeginn stand nun eigentlich unmittelbar bevor, die Baumfällarbeiten auf dem Parkplatz wurden sogar bereits durchgeführt, weil diese nur bis zum 1. März zulässig sind. Vorraussetzung für die geplante Regelung ist allerdings, dass das Gebäude nicht für den anvisierten Mieter und Nutzer – in diesem Fall das Landratsamt – maßgeschneidert gebaut wird, sondern auch andere Nutzungsmöglichkeiten möglich wären. Nach einer intensiven Überprüfung wurde jedoch die Zwickmühle offenbar: Entweder die notwendigen Anpassungen für eine allgemeine Nutzung würden den Kostenrahmen sprengen, oder der Bau würde am Ende doch ein reiner Verwaltungsbau werden und damit gegen das Vergaberecht verstoßen. Dies wolle man natürlich nicht riskieren, bekräftigte Landrat Dr. Michael Koch, weshalb nun ein anderer rechtkonformer Weg gefunden werden müsse. Dieser werde aber aufgrund der dann notwendigen Ausschreibung in jedem Fall länger dauern und vermutlich auch mit Mehrkosten verbunden sein. Hierüber muss nun der Kreistag entscheiden.

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