Lebenslang plus „Besondere Schwere der Schuld“! Burghauner Bordellbesitzer für Doppelmord schuldig!

Die Aussagen von Detlev W. hielt das Gericht fuer Maerchen. Es gab lebenslang plus die „Besondere Schwere der Schuld“ fuer den mittlerweile 57-jaehrigen Bordellbesitzer aus Burghaun. Der vorsitzende Richter Michael Scholz: „Wir sind uns durchaus bewusst, dass Detlev W. die Freiheit vermutlich nie wieder erleben wir.“
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Die Aussagen von Detlev W. hielt das Gericht fuer Maerchen. Es gab lebenslang plus die „Besondere Schwere der Schuld“ fuer den mittlerweile 57-jaehrigen Bordellbesitzer aus Burghaun. Der vorsitzende Richter Michael Scholz: „Wir sind uns durchaus bewusst, dass Detlev W. die Freiheit vermutlich nie wieder erleben wir.“

Düsseldorf/Burghaun. Der Burghauner Bordellbesitzer Detlev W. muss lebenslang hinter Gitter. Das entschied das Düsseldorfer Landgericht am heutigen

Düsseldorf/Burghaun. Der Burghauner Bordellbesitzer Detlev W. muss lebenslang hinter Gitter. Das entschied das Düsseldorfer Landgericht am heutigen Dienstag. Das Gericht sah es als erwiesen an, dass der mittlerweile 58-Jährige im Juni 2010 den Mord an seinem Stiefvater und dessen Tochter in Auftrag gegeben hatte. Ausgeführt hatte die grausame Tat der 23-jährige Johannes K., der dafür bereits Anfang Januar zu lebenslanger Haft verurteilt worden war.

Mit dem Urteil – für zweifachen Mord – folgten die Richter dem Antrag der Staatsanwaltschaft und stellten außerdem die besondere Schwere der Schuld fest.

Motiv für die Tat war die drohende Enterbung von Detlev W., der sich 2010 in massiver finanzieller Not befand.

Am Mittwoch vergangener Woche hatte Detlev W. mit einer hanebüchenen Erklärung seinen Kopf noch aus der Schlinge ziehen wollen: Nachdem der polizeibekannte Kriminelle (schon 2005 waren bei Detlef W. bei einer Hausdurchsuchung Waffen und Munition sichergestellt worden) monatelang geschwiegen hatte, sagte er am 25. Januar, dass "alles nur ein Missverständnis" gewesen und der Mord mehr weniger "aus Versehen geschehen" sei.

Detlev W: "Johannes K. sollte mit einem fingierten Raubüberfall nur Angst und Schrecken verbreiten."

Die Idee, die nach Aussage von Detlev W. dahintersteckte: Er habe mit dieser "Aktion" seiner Mutter und deren Mann vor Augen führen wollen, wie gefährlich ein Leben in der Großstadt doch sei und sie zu einem Umzug nach Burghaun bewegen wollen.

Nach der Tat will Detlev W. von Johannes K. lediglich erfahren haben, dass dieser jemanden am Arm verletzt habe. Vom Tod der beiden Opfer habe er erst später erfahren.

"Wer soll das glauben?"

Der vorsitzende Richter Michael Scholz dazu: "Wer soll das glauben? Dafür hätte auch eine Schreckschusspistole gereicht."

Insgesamt hielt das Gericht die Aussagen Aussagen von Detlev W. für Märchen. Vielmehr glaubte sie dem bereits verurteilten Johannes K.. Der hatte am 23. Januar vor dem Düsseldorfer Landgericht das wiederholt, was er auch schon in seinem eigenen Prozess ausgesagt hatte: "Ich bin von Detlef W. in einer Bäckerei fast beiläufig gefragt worden, ob ich mir 3.000 Euro verdienen will."

Erst auf der Fahrt nach Düsseldorf habe er genaue Anweisungen bekommen, was anstehe und wie die Tat auszuführen sei. Als er, Johannes K., einen Rückzieher habe machen wollte, habe der damals 57-Jährige ihm damit gedroht, seinen beiden jüngeren Brüdern etwas anzutun.

Bei der Urteilsverkündung sagte der vorsitzende Richter Michael Scholz: "Die Kammer hält die Strafe – auch die besondere Schwere der Schuld – für gerechtfertigt, weil die Tat in ihrer Brutalität außergewöhnlich war und einer Hinrichtung gleichkam." Und man sei sich durchaus bewusst, dass Detlev W. die Freiheit vermutlich nie wieder erleben werde.

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