Leserbrief zur anstehenden Kommunalwahl in Rotenburg

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Egon Hollstein fragt: "Wahlkampf um jeden Preis?"

Rotenburg. Zur Kommunalwahl in Rotenburg am 6. März

Die derzeitige Plakatierung für die Kommunalwahl im März ist mitunter sehr bedenklich. Insbesondere in Rotenburg ist man seitens der konservativen Richtung, insbesondere wegen der Partei mit dem "C" im Namen, dazu übergegangen die Karte des "Amtsbonus" bzw Bürgermeisterbonus voll auszuspielen. Mit dem Resultat, dass nun das Konterfei des Herrn Grunwald persönlich mit zwei Kandidaten im 3er-Pack auf dem Plakat erscheint. Er hat sich wohl ganz bewusst nicht allein auf ein Plakat begeben, damit solch eine durch mich vorgebrachte Kritik möglichst wertlos ist! Jeder von uns sollte hoffentlich wissen, dass KEINE Direktwahl des Bürgermeisters ansteht, sondern die Zusammensetzung des Stadtparlamentes und den darin künftig sitzenden Stadtverordneten. Das heisst, dass man einen mehr oder weniger (un-) bekannten Kandidaten wählt STATT des Bürgermeisters, wie es auf dem Plakat suggeriert wird. Es handelt sich also letztlich um eine Irreführung! Rechtlich gesehen ist dies nicht zu beanstanden. Jedoch wurde, insbesondere in Rotenburg, explizit genau dies nicht so praktiziert, sozusagen ein ungeschriebenes moralisches Gesetz. Aber man hält wohl nicht viel von Tradition seitens der Konservativen, wie auch die Grundsteuer und die Kindergartengebühren zeigen. Es geht bei der Plakatwerbung auch anders! Dies zeigt das Alternativangebot der Sozialdemokratie in Rotenburg. Dort setzt man auf Argumente statt Personen, beispielsweise kostenfreie Kindergärten oder weniger Steuern. Zudem wurde die Anzahl der Plakate wohl dosiert und nicht alles vollgepflastert.Hiermit noch mein Appell an alle Bürger: Bitte am Samstag, 6. März, wählen gehen !!! Und bitte daran denken, dass man in Rotenburg bis zu drei Kreuze pro Kandidat setzen darf und für den gesamten Wahlzettel bis zu 31 Kreuze. Man sollte also sehr genau überlegen, welcher Partei/welchen Parteien bzw welcher Kandidatin/welchem Kandidaten man die Zustimmung gibt bzw welcher/welchem man keine Zustimmung gibt oder gar streicht - ja auch dies ist nämlich möglich beim Kumulieren und Panaschieren.

Dr. h.c. Egon Hollstein

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