Leserbrief zur Arbeitsbelastung bei der Rotenburger Post

F.W. Engelhardt reagiert auf die Arbeitsbelastung seines Enkels, der bei der Post in Rotenburg tätig war.

Rotenburg. Zur Arbeitsbelastung bei der Post in Rotenburg:

Wenn sich ein Problem auf eine Poststelle –in diesem Fall Rotenburg – bezieht, so glaube ich, dass es sich dabei um eine punktuelle Situation handelt. Ich selbst bin mittelbar aus der Tatsache heraus konfrontiert, dass mein Enkel einen Zeitvertrag bei der Poststelle in Rotenburg hatte und als Zusteller eingesetzt war. Vor diesem Hintergrund muss ich feststellen, dass die Arbeitsbedingungen der Zusteller, welche sich um eine pünktliche und vollständige Auslieferung der Postsendungen (Briefpost, Päckchen und Paketsendungen) redlich bemühen, von vornherein nicht zulassen.

Beispiel: Arbeitsbeginn 7.35 Uhr – Die Vorbereitungszeit für die Zustellung von mehr als zwei Stunden beinhaltet das Sortieren der Briefpost in die einzelnen Zustellbezirke, die Auslieferungsfahrzeuge mit Paketen/Päckchen beladen, circa 130 Stück täglich, sowie die Anfahrt zum Zustellungsbezirk. Beginn der Zustellung ist geplant für 9.45 Uhr (real – je nach Menge der Sendungen – bis teilweise 10.30 Uhr). Offizieller Arbeitsschluss ist 16.30 Uhr.

Wenn der erste Pressesprecher der Post –Herr Kutsch – von einer Überforderung spricht, die den Ortsteil Baumbach betrifft, entspricht das nicht den Tatsachen. Es betrifft auch Heinebach und Niederellenbach, sowie teilweise die Orte Schwarzenhasel, Erkshausen, Seifertshausen und Dankerode.

Wenn der zweite Pressesprecher – Herr Böhm – (wozu braucht die Post zwei Pressesprecher???) auf gesetzliche Vorgaben verweist, dass 80 Prozent der Postsendungen zugestellt werden müssen und dies befolge das Unternehmen. Es ist eine Lachnummer und ein abstraktes Wunschdenken. Dass es für die betroffenen Personen vielleicht zwei Wochen keine Post gegeben haben könnte, beweist seine Inkompetenz in beeindruckender Weise. Dass ein Postbote maximal 10 3/4 Stunden austragen darf, wird allein durch die Tatsache zur Farce, dass mein Enkel um 17.45 Uhr noch zusätzlich circa 50 Pakete zustellen musste und zwar in einem für ihn völlig fremden Zustellbezirk. Sein Überstundenkonto beträgt in sieben Wochen 27,5 Stunden!!

Die Zustelltour abbrechen und am kommenden Tag da weitermachen, wo er aufgehört hat, ist schon rein rechnerisch völlig daneben gegriffen, da ja die neu hinzu kommende Post dann dem verbleibenden Rest zugeschlagen werden muss, was die Gesamtmenge kontinuierlich wachsen lässt.

Die Bezirksleitung der Post weiß ganz genau, dass über Weihnachten/Neujahr der Postanfall steigt und dass im Winterhalbjahr der Krankenstand ebenfalls erhöht ist. Eine kompetente Personalpolitik sieht anders aus.

F.W. Engelhardt,Rotenburg

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