Leserbrief von Hans Ries, Bürgermeister der Stadt Heringen

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Heringens Bürgermeister Hans Ries. Foto: nh

Ries äußert sich zum möglichen strafrechtlichen Sachverhalt bezüglich der Handlungen der Kommunalaufseherin, Marianne Hühn.

Heringen. Es blieb mir eigentlich gar nichts mehr anderes übrig, als aufgrund der aufgefundenen Unterlagenzur Sache Wölfershäuser Straße sowie der Handlungen der Kommunalaufseherin Hühn eine entsprechende Anzeige auf den Weg zu bringen.Ihr eigener Mann hat als Heringer Bürgermeister seinerzeit gewaltige zweckgebundene Mittel zur Behebung des besonderen Abwasserproblems aus wahltaktischen Gründen anderweitig verwendet, keine Fördermittel (88 Prozent) beantragt und die Sache mit fatalen Folgen einfach liegen lassen.

Frau Hühn hätte also gar nicht wegen ihrer Betroffenheit als Kommunalaufseherin tätig werden dürfen. Frau Hühn ist in ihrer Funktion übrigens Herrin über die seinerzeitigen erschreckenden Feststellungen und Unterlagen der Aufsichtsbehörden, die genauen Aufschluss über die Verfehlungen ihres Ehemannes geben. Es wird immer deutlicher, dass schon das kläglich gescheiterte Abwahlverfahren 2013 dazu dienen sollte, mich aus dem Weg zu räumen, um so die Aufdeckung dieses unfassbaren Skandals zu verhindern. Auch hierbei war die Kommunalaufsicht beratend von den Akteuren der CDU, SPD und UL eingebunden worden, wobei die beratende Person jedoch geheim bleiben musste.

Das geht in einer Behörde eigentlich gar nicht. Dann ging es mit immer hanebüchenen Gründen wohl nur noch darum, den Beginn der Baumaßnahmen bis zu meinem ursprünglich angedachten Ausscheiden aus dem Amt im Sommer 2016 zu verzögern, um so den Millionen-Skandal ihres eigenen Ehemannes zum Nachteil der Stadt unter der Decke zu halten. Bemerkenswert ist nun, dass genau die Stadtverordneten, die lauthals mit der Kommunalaufseherin offenbar heuchlerisch mehr Offenheit und Transparenz zu den aktuellen Baumaßnahmen zur Behebung des Chloridproblems forderten und mit diesem Alibi alles blockierten, nun die weitere Untersuchung in dem aufgeflogenen Millionenskandal des Herrn Hühn ablehnen.

Hans RiesBürgermeister Heringen

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