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Ganz neu: Jetzt mit Leserbrief zum Thema! Solidaritt ist gefragt und nicht Geiz ist geil-Mentalitt! Tele

Ganz neu: Jetzt mit Leserbrief zum Thema! Solidaritt ist gefragt und nicht Geiz ist geil-Mentalitt!

Telekom lscht Internetseite der Ronshuser Kirmes - verheerende Auswirkungen fr die ffentlichkeitsarbeit

Von PHILIPP LING

Ronshausen. Die Veranstalter der Kirmes Ronshausen mssen in diesem Jahr einiges an Kummer ertragen. Zunchst sollte die L3251 ausgerechnet am Kirmesmontag gesperrt werden. Dieses Unheil ist nun zwar abgwendet, doch schon steht neuer rger ins Haus. Denn nach einem Anbieterwechsel des Webmasters Matthias Knig ist die Internetseite der Kirmes nicht mehr erreichbar und das eine Woche vor der Veranstaltung. Das ist fr unsere ffentlichkeitsarbeit schon verheerend, erlutert Knig.

Dabei war er als langjhriger Telekom-Kunde bisher eigentlich ganz zufrieden mit seinem Anbieter. Nur die Internet-Geschwindigkeit lie zu wnschen brig, da Ronshausen noch nicht ans Glasfasernetz der Telekom angeschlossen ist. Als er erfuhr, dass der Kabelanbieter Unitymedia auch in Ronshausen Breitband-DSL anbietet, stand fr ihn der Anbieterwechsel fest. Von 786 auf 20.000 kbit/s, das ist schon ein Quantensprung, so Knig. Laut seiner Aussage htte man dafr seitens der Telekom sogar Verstndnis gezeigt.

Und die Homepages mit den zugehrigen Mail-Adressen wollte er ja auch gerne weiter ber die Telekom betreiben wegen der intensiven Nutzung der Seiten hatte er dafr sogar ein Premium-Angebot fr immerhin rund 20 Euro im Monat gebucht. Die Weiterfhrung der Webseiten sei kein Problem, teilte die Telekom auf die diesbezgliche Anfrage Knigs mit. Ein wenig strubte man sich zwar noch dagegen, den Kunden gehen zu lassen, doch nach mehreren Erinnerungsschreiben von Knig wurde die Kndigung von der Telekom schlielich besttigt: Zum 14. Dezember, so teilte man Knig mit, ende der Vertrag.

Letzte Woche folgte dann die bse berraschung: Seit Donnerstag funktionieren die Homepages und Mailadressen nicht mehr. Eine Ankndigung oder eine Erklrung gab es von der Telekom dafr nicht. In den letzten Tagen habe ich gefhlt mit smtlichen T-Online-Mitarbeitern des Kundenservices in allen Schichten telefoniert. Freundschaften haben sich dabei nicht entwickelt, erzhlt Knig. Auf Nachfrage erfuhr er lediglich, die Inhalte seien unwiderruflich gelscht. Bedauern darber, dass damit jahrelange ehrenamtliche Arbeit einfach zunichte gemacht wurde, bekam er nicht zu hren.

Als Gipfel der Dreistigkeit wurde ihm sogar stattdessen ein neuer Vertrag angeboten. Von anderen Unitymedia-Neukunden wusste ich schon, dass die Telekom einem Steine in den Weg legt und im Rahmen der Mglichkeiten alles verzgert, nur um den Wechsel abzuwenden berichtet er frustriert. Dass ich nun selbst derart stark betroffen bin, htte ich aber bei meiner geschilderten Vorgeschichte nicht erwartet.

Mittlerweile hat sich Matthias Knig in das offenbar Unvermeidliche gefgt: Auch die Homepages laufen jetzt ber einen anderen Anbieter, so dass er wenigstens seine privaten Mailadressen wieder nutzen kann. Die Inhalte der Seiten bleiben wohl fr immer verloren, unter www.kirmes-ronshausen.de gibt es bis auf weiteres nur eine behelfsmige Ersatzseite zu sehen.

Was bleibt ist ein fader Nachgeschmack in punto Telekom: Ein bisschen Angst habe ich jetzt schon, wenn demnchst auch das Telefon umgestellt wird.

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Einen Leserbrief zum Thema sehen Sie hier: Solidaritt ist gefragt und nicht Geiz ist geil-Mentalitt!

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