Luxus-Suite für Mauersegler am Jugendhaus

Bad Hersfeld. Während die zukünftigen Mieter schon zum Überwintern nach Afrika aufgebrochen sind, wurden im Zuge der Dachsanierung am Jugendhaus in

Bad Hersfeld.Während die zukünftigen Mieter schon zum Überwintern nach Afrika aufgebrochen sind, wurden im Zuge der Dachsanierung am Jugendhaus in Bad Hersfeld neue "Wohnungen" für Mauersegler eingebaut. Das eingerüstete Gebäude bot ideale Voraussetzungen zur Montage der artgerechten Nisthilfen im sonst nur schwer zugänglichen Dachrandbereich.

Wie Klaus Gärtner, Landschaftsplaner der Kreisstadt mitteilt, gehen häufig bei der heutigen Dach- und Fassadensanierung Hohlräume und Einschlupfmöglichkeiten verloren, die oft Jahrzehnte als Nistplätze für unterschiedlichste Gebäude bewohnende Tierarten dienten. Je nach Alter, Architektur und verwendeten Baumaterialien werden oft Gebäude von verschiedenen Vogel- und einzelnen Fledermausarten als Ersatz für die ursprünglich von ihnen bewohnten schroffen Felslandschaften bzw. Felshöhlen angenommen. Arten, wie z. B. der Mauersegler, Hausrotschwanz, Turmfalke, Mehlschwalbe und Dohle, haben daher bereits jahrhundertealtes Wohnrecht in unseren Städten.

Nach dem Motto "Wo ein Gerüst steht, da gibt es auch einen Weg", bieten jedoch gerade eingerüstete Gebäude die Möglichkeit oft mit geringem Aufwand Nisthilfen für Mauersegler & Co. anzubringen. Auskünfte dazu geben neben Klaus Gärtner (Telefon: 06621/ 201312), auch die Untere Naturschutzbehörde unter Telefon: 06621/ 876256 sowie die regionalen Ortsgruppen des Naturschutzbundes (NABU).

Da die ausschließlich von Insekten (Motten, Fliegen, Mücken) lebenden Tiere es gewohnt sind, besonders an Dachrinnen, Dachtraufen und Gesimsen nach Bruthöhlen zu suchen, sind die Unterstützer zuversichtlich, dass wenigstens einzelne der angebrachten Kästen bereits Anfang Mai 2013 nach der Rückkehr aus dem Winterquartier angenommen werden.

Die Mittel für die Maßnahme werden aus dem Artenschutzprogramm des Landes Hessen zur Verfügung gestellt.

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