Magisch und mythisch: Solisten, Chor und Orchester brillierten bei Operngala

Operngala des Arbeitskreises für Musik in der Bad Hersfelder Stiftsruine.
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Operngala des Arbeitskreises für Musik in der Bad Hersfelder Stiftsruine.

Eine Operngala mit bekannten und unbekannten Werken des Genres boten der „Hersfelder Festspielchor“, das Orchester „Virtuosi Brunenses“, drei Solisten und ein Moderator unter der Leitung von Carsten Rupp.

Bad Hersfeld. „Endlich wieder Oper!“, mag sich so mancher Klassikfan gedacht haben, als er von der Gala des „Arbeitskreises für Musik“ erfuhr. Am Mittwochabend, als nach vielen Jahren der opernlosen Zeit wieder die Fanfare aus Claudio Monteverdis „Orfeo“ vom Turm der Stiftsruine schallte, war es dann soweit.

Unter der Leitung von Carsten Rupp hatten der „Hersfelder Festspielchor“, das Orchester „Virtuosi Brunenses“ sowie ein Solisten-Terzett ein Programm erarbeitet, das unter dem Titel „Von Magiern und Mythen“ in die mystischen Welten der Opernliteratur entführte. Moderiert wurde der Abend mit einigen Hintergrundinformationen zu den Werken vom aus Hünfeld stammenden Schauspieler Andreas Patton.

Gleich am Anfang stand eine Rarität: Die Ouvertüre von „Cert a Káca“ (oder „Die Teufelskäthe“) von Anton Dvorak sowie ein Duett, bei dem die Mezzosopranistin Judith Christ-Küchenmeister und der Bariton Bavo Orroi gemeinsam mit dem tschechischen Orchester viel Lokalkolorit aus Böhmen in die Festspielstadt brachten. Ebenfalls von Dvorak stammte der Chor der Nixen aus der Oper „Rusalka“, den die Frauen der Chores darboten. Herzergreifend sang die Fuldaer Sopranistin Christina Rümann das „Lied an den Mond“ aus derselben Oper. In die Musik des Tschechen mischte sich italienischer Schmelz in ihre klare Stimme.

Dass sie auch ganz anders kann, zeigte die Klangstarke Sopranistin mit Mozarts „Rache-Arie“ aus der „Zauberflöte“. Mit viel Stimmkraft und glockenklaren Höhen meisterte sie die Partie, die Mozart einst seiner singenden Schwägerin „auf den Leib“ geschrieben haben soll. Ebenfalls kraft- und glanzvoll interpretierte der Chor „Es lebe Sarastro“. Die Rolle der drei Knaben übernahm der Frauenchor gemeinsam mit Orroi, der den „Papageno“ gab. Der Bariton glänzte an diesem Abend vor allem bei der Arie „Sorge infausta“ aus Händels Oper „Alcina“, bei der er die Koloraturen mühelos meisterte und auch die Tiefen der Partie mit genügend Volumen zu singen wusste.

Ansonsten verblasste Orroi ein wenig neben den Damen, die vor allem beim Duett „Sous le dôme épais“ bestens harmonierten. Und wer bei diesem Blumenduett aus „Lakmé“ von Leo Délibes an Marmelade dachte, dem sei es verziehen...

Viel dramatischer ging es beim Chor „Weh uns“ aus Wagners „Die Feen“ zu, und auch bei „Hokus Pokus“ aus Humperdincks „Hänsel und Gretel“ brillierte Christ-Küchenmeister als böse Hexe. Im Gegensatz dazu stand das traurig-getragene „When I am laid in earth“ von Rümann und der Chor „With drooping wings“ mit seinen Seufzer-Motiven aus Purcells „Dido und Aeneas“. Bei Bellinis „Ah del tebro“ glänzte das Männer-Ensemble, während die Frauen ihren großen Auftritt beim Chor der Hexen aus Verdis „Macbeth“ hatten. Und gemeinsam präsentierte der Chor mit Sängern aus ganz Osthessen und darüber hinaus den „Zigeunerchor“ aus Verdis „Troubadour“. Dieser wäre perfekt gewesen, wenn der Mann mit dem Hammer im Orchester es nicht allzu ernst gemeint und die komponierten Schläge auf den Amboss mit aller Gewalt und schrillem Ton in und um die Ohren der Zuhörer gehauen hätte.

Alles in allem bot das große Ensemble einen unterhaltsam-mythischen Abend, bei dem thematisch alles stimmte und die Ausführenden vom homogenen Chor über die versierten Solisten bis hin zum solide spielenden Orchester überzeugten. Mit langem Schlussapplaus und stehenden Ovationen forderte das Publikum zwei Zugaben heraus: Nach dem Nachtlied aus „Hänsel und Gretel“ sowie einem heiter-beschwingten „Can-Can“ aus „Orpheus in der Unterwelt“ von Offenbach verließen zahlreiche begeisterte Opernfreunde die Stiftsruine.

Rubriklistenbild: © Göbel

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