Magistrat berät zur Festspielen 2020

Eine mögliche Absage sollte nicht vorschnell getroffen werden.

Bad Hersfeld. Die Mitglieder des Magistrates haben sich in einer Telefonkonferenz am Dienstagabend unter anderem mit dem Thema Bad Hersfelder Festspiele 2020 befasst. Insbesondere ging es um die mögliche Absage der Großveranstaltung.

Dem Gremium ist bewusst, dass eine schwierige Situation mit einem gewissen Zeitdruck besteht. Umso mehr müsse jetzt aber verantwortungsvoll und mit Sorgfalt vorgegangen werden.

Bürgermeister Thomas Fehling dazu: „Abgesagt ist schnell – aber dies zu entscheiden, ohne zumindest eine ausreichende Abwägung von Entscheidungsmöglichkeiten und Rahmenbedingungen zu diskutieren, wäre einfach sehr fahrlässig. Diese wenigen Tage haben wir noch und wir sollten sie nutzen. Darüber bestand im Magistrat Einigkeit.“

Gestützt wurde diese Aussage von Intendant Joern Hinkel und der kaufmännischen Leiterin Andrea Jung, die den Magistratsmitglieder einen ausführlichen Sachstand zur aktuellen Lage der Festspiele gaben. Nach dem Motto „Wir arbeiten weiter!“ stehen z.B. für das technische Personal in den nächsten 10 Tagen ohnehin noch Tätigkeiten an Material und Einrichtungen an, die auch für die kommenden Jahre genutzt werden.

Für die finanziellen Folgen einer Festspiel-Absage muss vor einer Entscheidung mit den Fördergebern geklärt werden, ob deren Finanzmittel erhalten oder verschoben werden können. Nicht nur in diesem Punkt kann ein Festspiel-Ausfall den städtischen Haushalt durchaus sehr unterschiedlich stark belasten.

Dieser Dialog mit Bund, Land und Kreis laufe bereits. Begleitend hatte der Bürgermeister mit dem hiesigen Bundestagsabgeordneten und Europa-Staatsminister Michael Roth Kontakt aufgenommen und um Unterstützung auf Bundesebene gebeten.

Fehling abschließend zur Diskussion: „Es geht aber nicht nur um Zahlen. Wenn wir uns den guten Willen aller Beteiligten auch für die nächsten Jahre erhalten wollen, dürfen wir mit einer Absage - die ja schon traurig genug ist - nicht noch unnötig verbrannte Erde bei unseren Sponsoren und Partnern hinterlassen.“

Das gilt in besonderem Maß auch für die bis zu 200 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern bei den Festspielen. “Wir können nicht die Menschen, die den Festspielen jahrelang großartige Dienste geleistet haben, so mir nichts dir nichts in die Arbeitslosigkeit schicken. Hier müssen wir vor einer Entscheidung zu fairen Lösungen kommen.“ so das Credo des Magistrates.

Die nächste Magistratssitzung wird wieder regulär am kommenden Montagabend stattfinden.

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