Mansbacher Schützenverein feiert 50-jähriges Jubiläum

Von links: Adnana und Sascha Madus, Reiner Becker, Bernd Deiseroth, Karl-Heinz, Sandro und Christina Madus.
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Von links: Adnana und Sascha Madus, Reiner Becker, Bernd Deiseroth, Karl-Heinz, Sandro und Christina Madus.
Einer von Karl-Heinz Madus selbsthergestellten Pokalen.
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Einer von Karl-Heinz Madus selbsthergestellten Pokalen.
Fast genau die Mitte getroffen.
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Fast genau die Mitte getroffen.
Die Munition für das Luftgewehr.
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Die Munition für das Luftgewehr.
Vorder- und Rückseite einer Kugel.
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Vorder- und Rückseite einer Kugel.
Karl-Heinz Madus lädt nach.
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Karl-Heinz Madus lädt nach.
Nach jedem abgegebenen Schuss wird nachgeladen.
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Nach jedem abgegebenen Schuss wird nachgeladen.
Nachwuchs Sandro übt mit Opa Karl-Heinz Madus.
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Nachwuchs Sandro übt mit Opa Karl-Heinz Madus.

Bereits seit 50 Jahren gibt es den Mansbacher Schützenverein. Besonders auffällig ist die Altersspanne von 12 bis über 90 Jahren.

Mansbach. Das Luftgewehr in meinen Händen ist überraschend leicht. Es ist bereits geladen, ich lege es auf und nehme die zehn Meter entfernte Zielscheibe ins Visier. Dank einer Linse sehe ich die Scheibe etwas größer. Ich halte die Luft an, berühre den Abzug nur ganz leicht und das Projektil des Luftgewehrs schnellt nach vorne. 7 von 10 getroffen. Karl-Heinz Madus erwähnt, dass es ohne Auflegen viel schwieriger ist, die Waffe ruhig zu halten. Nach einem kurzen Test, kann ich dies in den Räumlichkeiten des Schützenvereins Mansbach nur bestätigen. Als Anfänger trifft man ohne Auflegen nur mit viel Glück die 10 – wahrscheinlicher geht der Schuss daneben. Anders ergeht es den Profis, die schon seit etlichen Jahrzehnten beim Verein mit Luftgewehren schießen. Schon 1967 wurde er gegründet und zählt aktuell 60 Mitglieder. Auffällig ist die große Altersspanne: Der älteste Schütze ist über 90 Jahre alt, während der Nachwuchs mit gerade mal zwölf Jahren die Zielscheiben ins Visier nimmt. Schließlich ist auch das Erreichen des zwölften Lebensjahres die Mindestvoraussetzung, um dem Sport nachzugehen. Wer jünger ist, muss noch warten.

Einheit aus Körper, Geist und Waffe

Bernd Deisenroth erzählt über das Schießen: „Es ist ein Sport zum Konzentrieren, nicht zum Herumtoben“, und weiter: „Der Schütze muss Körper, Geist und Waffe in eine Einheit kriegen.“ Die aktiven Mitglieder des Vereins treffen sich jährlich zu zehn Wettkämpfen im Schießkreis Hünfeld (ab 2018 Schießkreis Fulda) und treten nach Altersklasse in diesen „großen Wettkämpfen im kleinen Stil“, so Deiseroth, an. Geübt wird im Vereinsheim (Dorfwiese 1, Mansbach). Früher war im Gebäude eine Pferdeklinik. Getroffen wurde sich damals noch in der Gaststätte zum Löwen im alten Saal. Erst mit den Umbauarbeiten mitsamt einer Sporthalle im ersten Stock, zog der Verein 1975 um. In der Vitrine des Vereins stehen zahlreiche Pokale von Kreismeisterschaften sowie Teller als Geschenke von anderen Vereinen. Einige Pokale hat Karl-Heinz Madus sogar selbst hergestellt (s. Foto). „Wir waren nicht immer die Besten, aber die Lustigsten“, sind sich Madus, Deiseroth und Reiner Becker sicher. Der Verein organisierte bereits Kirmessen und Bürgerschießen. Zur Zeit erfreut sich das jährliche Königsschießen noch großer Beliebtheit. Denn dem Schützenverein geht es, wie so manch anderen Vereinen: Es fehlt an Nachwuchs.

Sascha Madus konnte damals bereits mit sechs Jahren im Verein mitmischen. „Ich habe noch mit Klassenkameraden geschossen, aber das Interesse ist bei ihnen über die Jahre immer mehr verflogen“, resümiert Madus, „aber das Vereinsleben macht noch immer Spaß.“ Aktuell wird wöchentlich aber ohne festen Trainingstag geschossen. Interessenten können sich telefonisch bei Sascha Madus (0170/4970187) melden und einen Termin vereinbaren. Die Vereinsmitglieder freuen sich über Interessenten jeder Altersklasse und über ihre bevorstehende Jubiläumsfeier.

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