Aktive Marinekameradschaft

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Seit zehn Jahren bieten die Kameraden Bootsfahrten für Förderschul-Kinder an.

Bebra/Rotenburg. Ein Jubiläum der besonderen Art gab es kürzlich bei der Marinekameradschaft Bebra-Rotenburg. Seit nunmehr zehn Jahren unternehmen die Marinekameraden Bootsausflüge mit Kindern der Heinrich-Auel-Schule, der Wilhelm-Mende-Schule und der Sozialen Förderstätten. Es begann, als Matthias Mohr 2008 den Vorsitz der Marinekameradschaft übernahm. „Ich wollte etwas Sinnvolles machen“, berichtet er, „am Besten etwas für Kinder.“ Seither lädt die Marinekameradschaft alljährlich zu einem ganz besonderen Ausflug ein. Nach der Bootstour wird die Minigolfanlage besucht und auch Bratwurst vom Grill gehört dazu. „Viele Leute unterstützen uns dabei, sonst könnten wir das gar nicht machen“, sagt Mohr, der an dieser Stelle ausdrücklich allen Helfern und Sponsoren einmal danke sagen möchte.

Trotzdem ist es nicht immer einfach. Die Schließung der Alheimer Kaserne stellte die Kameraden vor einige Herausforderungen, denn zuvor hatten sie die Boote von dort ausgeliehen. Nun mussten eigene Boote angeschafft werden, die natürlich regelmäßig gewartet und im Winter sicher untergestellt werden müssen. All das ist nur mit Sponsoring möglich. Doch die Marinekameraden wollen ihr Angebot auf jeden Fall weiterführen. Denn nicht nur die Kinder sind davon jedesmal begeistert, auch die Lehrer und Erzieher begrüßen die Aktion, die das Gemeinschaftsgefühl der Kinder stärkt.

Gegründet wurde die Marinekameradschaft 1924 – das 100-jährige Jubiläum steht also bald bevor. Bereits zum 90-Jährigen haben die Kameraden mit einem Benefizkonzert der Shantychöre gefeiert, natürlich ebenfalls zugunsten eines guten Zwecks: Mit der Spende an die Kinder-Herzstiftung konnte einigen herzkranken Kindern ein Segeltörn spendiert werden. Weitere Aktionen der Marinekameradschaft sind die Ehrenwache am Volkstrauertag sowie Aktionen zum Tag der Heimatpflege.

Obwohl der Nachwuchs wie bei den meisten Vereinen stagniert, ist die Kameradschaft mit 35 Mitgliedern noch ganz gut aufgestellt. Neuzugänge sind natürlich immer gerne gesehen. Man muss man auch nicht unbedingt in der Marine gedient haben – es reicht aus, „den maritimen Gedanken zu pflegen“, so Mohr.

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