Bürgermeister Grunwald präsentiert: Masterplan für die Stadtentwicklung Rotenburg

In der letzten Stadtverordnetenversammlung in Rotenburg stellte Bürgermeister Christian Grunwald den Masterplan Stadtentwicklung 2017 bis 2020 vor.

Rotenburg. Nicht nur Bürgermeister Christian Grunwald versetzte die Stadtverordneten in Staunen: Gleich zum Einstieg der Sitzung am Donnerstag präsentierte Torben Schäfer, Geschäftsführer der MER, den neuen Imagefilm der Stadt Rotenburg. Er soll Rotenburg von seiner besten Seite zeigen, was auch gelungen ist: Aus verschiedenen Perspektiven und mit harmonischer Hintergrundmusik sind Ausschnitte der schönen Natur und der malerischen Fachwerkkulisse Rotenburgs zu sehen – und die Stadtverordneten waren begeistert.

Darauf präsentierte Bürgermeister Christian Grunwald den Masterplan Stadtentwicklung 2017 bis 2020 – der wurde in den vergangenen Monaten von der MER zusammen mit der Stadtverwaltung entwickelt. Er basiert auf drei Säulen: Bauplanung, Leerstandsentwicklung und Dorfentwicklung. Die Maßnahmen, die im Rahmen des Masterplans geplant werden, seien allein nach den Beschlüssen der Stadtverordneten umsetzbar. Eine Idee wäre, Baugebiete für Familien auszuweisen. Man müsse nun bauplanerisch tätig werden, erklärte Grunwald bei seiner Vorstellung des Masterplans. Auch die mögliche Bebauung des Parkplatzes Altes Amtsgericht würde konkreter, denn es gebe bereits interessierte Investoren und vielversprechende Angebote. Durch die konkreten Angebote können die Stadtverordneten in den nächsten Versammlungen entscheiden, ob ein Investor die jeweilige Fläche für sein eigenes Konzept bebaut oder ob die Bebauung in eigener Regie stattfinden soll, wobei ein Projektleiter den Rest der Planung übernehmen könne. „Ziel ist die Vorlage eines möglichst vorhabenbezogenen Bebauungsplanentwurfs, der dem geplanten Vorhaben konkret Rechnung trägt“, so Grunwald, und weiter: „Eine wesentliche Aufgabe der Stadt sehe ich in der Schaffung von bezahlbarem Wohnraum.“ Die Nachfrage dafür sei groß – deshalb habe die Stadt Rotenburg konkrete Flächen am Emanuelsberg ausgesucht, die sich sehr gut zur Bebauung eignen. Auch die Gewerbefläche zwischen dem Finanzamt und dem Hof Eichwede solle bauplanerisch für eine mögliche Vermarktung zurechtgemacht werden. Ein weiterer wichtiger Punkt sei das Highspeed-Internet für das Industriegebiet, das es bisher noch nicht gebe. Das solle so schnell wie möglich umgesetzt werden.

In Bezug auf die Leerstandsentwicklung sei es schade, dass die Planung einer ganzheitlichen Einzelhandelsentwicklung durch einen Inves-tor, wie das geplante City Outlet, nicht umsetzbar sei. „Das Projekt hat bei den Investoren nicht den Anklang gefunden, den wir gehofft haben“, so Grunwald. Dennoch würde das Projekt einer ganzheitlichen Innenstadtentwicklung unter Beseitigung des aktuellen Leerstands vollumfänglich weiterverfolgt.

Fördertopf für Neueröffnungen

So soll zum Beispiel der Steinweg wieder neu belebt werden. Geplant ist neben teilweiser Umnutzung in zentrumsnahe Wohnungen eine Belebung mit Cafés, Kneipen, Einzelhandel, Lebensmittelnahversorgung sowie Touris-tenunterkünften. Dabei sollen verschiedene Bausteine helfen: Unter dem Motto „Pro Innenstadt“ sollen mit einem Fördertopf Neugründungen im Fördergebiet Innenstadt unterstützt werden. Mit dem Geld soll die Miete der Neuansiedler das erste Jahr übernommen werden. Ein weiterer Baustein soll das MER-Leuchtturmprojekt sein: Dabei erwirbt die MERein Objekt, das als Beispielprojekt dienen soll. „Vorrausschauend, planvoll, konkret – so stelle ich mir die Stadtentwicklung in Rotenburg vor. Ich freue mich darauf, diesen Prozess gemeinsam mit Ihnen, den Stadtverordneten, maßgeblich auch in den kommenden Jahren gestalten zu können“, sagte Grunwald zum Abschluss und durfte sich über ein einstimmiges Dafür der Stadtverordneten freuen.

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