Mehrheit für ROF: Rotenburger wollen altes Kennzeichen zurück

Wer will das alte „ROF-Kennzeichen wiederhaben? Ein Umfrage dazu fand am 21. Mai auf dem Rotenburger Marktplatz statt. Fotos: nh
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Wer will das alte „ROF-Kennzeichen wiederhaben? Ein Umfrage dazu fand am 21. Mai auf dem Rotenburger Marktplatz statt. Fotos: nh

Rotenburg. Die Rotenburger wollen ihr altes Kennzeichen ROF wiederhaben. Das ist das Ergebnis einer Umfrage von Prof. Dr. Ralf Bochert, der d

Rotenburg. Die Rotenburger wollen ihr altes Kennzeichen ROF wiederhaben. Das ist das Ergebnis einer Umfrage von Prof. Dr. Ralf Bochert, der die "Iniative Kennzeichenliberalisierung" an der Hochschule Heilbronn leitet. Am Mittwoch stellte er die Ergebnisse der Umfrage im Rotenburger Rathaus vor.

67,6 Prozent der Bürger Rotenburgs sprechen sich demnach für den Kennzeichenwechsel aus. Im gesamten Altkreis sind es 56,7 Prozent. Und nur 17,2 Prozent (Stadt) bzw. 13.3 Prozent (Altkreis) sprechen sich explizit gegen den Wechsel aus. Bei den Männern ist die Zustimmungsrate rund 10 Prozentpunkte höher als bei den Frauen.

Besonders auffällig ist, dass der Wunsch nach dem eigenen Kennzeichen besonders bei den Jüngeren vorhanden ist , die schon mit dem neuen HEF-Kennzeichen aufgewachsen sind. Unter den 16- bis 30-jährigen erreicht die Zustimmung zum ROF-Kennzeichen den höchsten Wert von 75 Prozent.

Überraschend sind diese Ergebnisse allerdings nicht. Sie decken sich mit den Erhebungen in zahlreichen anderen deutschen Städten, die das Team von der Hochschule Heilbronn durchgeführt hat. Rund 73 Prozent der Befragten befürworten bundesweit eine Rückkehr zu alten Kennzeichen.

In den neuen Bundesländern ist die Zustimmungsrate höher, doch auch in den alten Bundesländern, wo die Gebietsreformen bereits in den 60er und 70er Jahren stattfanden, wollen rund zwei Drittel der Befragten zu den alten Kennzeichen zurück. Und überall ist die Zustimmung unter den unter 30-Jährigen am höchsten. Offenbar gebe es, so Prof. Bochert, gerade bei den Jüngeren ein Bedürfnis nach Verortung in ihrer Stadt.

"Die eindeutige Zustimmung der Menschen zur Wiedereinführung auslaufender Kfz-Kennzeichen in denjenigen Städten, die früher durch ein solches repräsentiert wurden, zeigt politischen Handlungsbedarf auf", erklärt Prof. Bochert. Die Politik steht  der Liberalisierung aber aufgeschlossen gegenüber. So konnte bereits in der Kreisstadt Hanau das Kennzeichen HU ohne zusätzliche Verwaltungskosten wieder eingeführt werden.

Auch im Kreis Hersfeld-Rotenburg wäre aufgrund des Doppelnamens die Einführung eines zweiten Kennzeichens nach Ansicht von Prof. Bochert gerechtfertigt. Dies wäre auch nicht spalterisch zu sehen, sondern im Gegenteil, die gleichberechtigte Repräsentation würde die Akzeptanz  im Altkreis Rotenburg steigern.

Für die Stadt Rotenburg ergeben sich weitere Vorteile, da das Kennzeichen natürlich die Außenwahrnehmung erhöht und so ein kostenloses Marketinginstrument ist – denn so  mancher, dem auf der Autobahn ein Wagen mit unbekanntem Kennzeichen begegnet, fragt sich, woher dieser denn kommt. Speziell für Rotenburg ist ein weiterer Vorteil, dass damit Verwechslungen mit anderen Orten gleichen Namens wie Rotenburg an der Wümme (ROW) und Rothenburg ob der Tauber (ROT, Wiedereinführung geplant) vermieden werden.

Zwar wurden in der Umfrage nur Bürger befragt, doch Prof. Bochert wies darauf hin, dass die örtlichen Wirtschaftsunternehmen sicher ebenfalls Interesse an diesem Marketingmittel haben. Und auch für den Tourismus böte sich an, ROF als Marke und Erkennungszeichen zu nutzen.

Alles gute Gründe, das ROF wieder einzuführen – das findet auch Hauptamtsleiter Ralf Wassermann. Noch ist es natürlich zu früh für definitive Aussagen, doch im Rathaus, soviel steht fest, wird man sich mit diesem Thema weiter beschäftigen.

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Hier die Studie als PDF

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