Michael Roth MdB vergibt Bundestagsstipendium an Schüler aus Bad

Bad Hersfeld. Eine knifflige Frage: "Was kann man in Deutschland wählen: den Bundeskanzler oder den Hausarzt?" Für den 17-jährigen Bad He

Bad Hersfeld. Eine knifflige Frage: "Was kann man in Deutschland wählen: den Bundeskanzler oder den Hausarzt?" Für den 17-jährigen Bad Hersfelder Paul Thiel ist es kein Problem, richtig zu antworten. Solche und ähnliche Fragen musste Paul beimEignungstest beantworten, als er sich um ein Stipendium für ein einjähriges USA Stipendium im Rahmen des Parlamentarischen Patenschaftsprogramms des Deutschen Bundestages bewarb.

Und schon bald wird er ein Jahr lang in Crestwood/Illinois ganz in der Nähe von Chicago die High School besuchen. Bundestagsabgeordneter Michael Roth hat die Patenschaft für Paul übernommen und so wird er nun in wenigen Tagen mit 285 Schülerinnen und Schülern und 75 Auszubildenden aus ganz Deutschland in die USA reisen und Land und Leute kennen lernen. Für Paul ein aufregendes Erlebnis: "Zu Anfang habe ich nicht damit gerechnet, dass ich eine Chance habe, aber dann habe ich mich doch intensiv vorbereitet. Das hat richtig viel Spaß gemacht." "Die Bewerber durchlaufen dabei ein zweistufiges Verfahren", erläutert Michael Roth.

Zunächst nimmt im Auftrag des Bundestages eine professionelle Austauschorganisation eine Vorauswahl unter allen Bewerberinnen und Bewerbern des Wahlkreises vor. Dabei sind neben Sprachkenntnissen insbesondere das Persönlichkeitsbild und die Motivation der Interessenten entscheidend. Roth hatte diesmal aus sechs von der Organisation als geeignet eingestuften Kandidaten auszuwählen. "Ich bemühe mich um eine möglichst ausgewogene Entscheidung, einfach ist es jedoch nie. Aber Pauls offene Art, von seinem nicht immer einfachen Leben zu berichten, hat mich sehr beeindruckt.

Darüber hinaus weiß ich, dass Pauls Familie die Mittel für einen Auslandsaufenthalt ihres Sohnes nicht allein hätte auf bringen können", so Roth. Und auch die Vorbildfunktion ist dem direkt gewählten Abgeordneten Michael Roth sehr wichtig. Die Entscheidung werde schließlich in der Erwartung getroffen, dass sich die jungen Menschen auch als Botschafter Deutschlands in den USA verstehen. Schließlich zielt das Programm darauf ab, gegenseitige Vorurteile abzubauen und die Verständigung zu fördern. Ach ja: Selbstverständlich ist es der Hausarzt, den man wählen kann und nicht die Bundeskanzlerin oder den Bundeskanzler. Die oder der wird nämlich auf Vorschlag des Bundespräsidenten vom Bundestag ohne Aussprache gewählt, wie es das Grundgesetz festlegt.

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