„Mit aller Kraft wehren!“

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v.li. Erwin Lippert, Udo Schlitt, Sozialminister Stefan Gruettner, Ellen Schuetrumpf

Waldhessen. Rund 200 Repräsentanten aus Politik und sozialen Organisationen waren der Einladung zum Neujahrsempfang des Sozialverbandes VdK gefolgt.

Waldhessen.Rund 200 Repräsentanten aus Politik und sozialen Organisationen waren der Einladung zum Neujahrsempfang des Sozialverbandes VdK gefolgt. Neben dem hessischen Sozialminister Stefan Grüttner konnte der Landesvorsitzende des Sozialverbandes VdK Abgeordnete des Deutschen Bundestags und des Hessischen Landtags begrüßen.

Der VdK-Landesvorsitzende Udo Schlitt, neben Minister Grüttner einer der beiden Hauptredner der Veranstaltung, nutzte die Gelegenheit, um die drängenden sozialpolitischen Fragen anzusprechen: die am 1. Januar 2011 in Kraft getretene Gesundheitsreform und die für 2011 angekündigte Reform der gesetzlichen Pflegeversicherung. Einkommensunabhängige Zusatzbeiträge sind in hohem Maße ungerecht, denn sie funktionieren nach dem Prinzip: Wer am wenigsten hat, wird am meisten belastet", betonte Udo Schlitt. "Gegen diesen grundlegenden Systemwechsel werden wir uns weiterhin mit aller Kraft wehren".

An Minister Grüttner gerichtet, der sich unlängst noch über die zahlreichen Protestreaktionen gewundert hatte, den "ein Zusatzbeitrag von ein paar Euro" auslöse, sagte Schlitt: "Die Phase der öffentlichen Aufmerksamkeit in der Bevölkerung, in der Politik und bei den Verbänden ist mir persönlich viel zu gering ausgefallen".

VdK und Gewerkschaften waren die einzig hörbaren Protestgruppen. Eine Protestkundgebung "Stoppt den Sozialabbau" im vergangenen November in der Stadthalle Bad Hersfeld war für Ellen Schütrumpf, Kreisvorsitzende und gleichzeitig Mitglied im Geschäftsführenden Landesvorstand VdK und ihrem Stellvertreter Erwin Lippert, gleichzeitig Mitglied in den Fachausschüssen Barrierefreiheit und Betriebsarbeit des Landesverbandes der Auftakt für weitere öffentliche Aktionen in der Region.

Hinsichtlich der 2011 anstehenden Reform der gesetzlichen Pflegeversicherung sind Befürchtungen, dass Bundesgesundheitsminister Rösler dort ein ähnliches Zusatzbeitragsmodell einführen möchte. Der Sozialverband VdK wird weiterhin nicht aufgeben und beharrlich bleiben.

Zum Thema "Zusatzbeiträge" wird sich der VdK als "Bollwerk gegen den Sozialabbau" mit eigenen Vorschlägen, Ideen und Lösungsansätzen einschalten. Es muss sichergestellt bleiben, dass die soziale Balance nicht aus den Fugen gerät und fehlende finanzielle Gestaltungsmöglichkeiten dazu führen, dass große Teile der Bevölkerung von gesellschaftlicher und sozialer Teilhabe abgekoppelt werden.

Alte, kranke, behinderte und arme Menschen dürfen nicht zum Opfer von Schuldenbremsen werden! Ellen Schütrumpf und Erwin Lippert werden in ihrer stark frequentierten Beratungssprechstunde neben Fragen zu Schwerbehinderten- und Rentenrecht vermehrt mit "Existenzangst" konfrontiert. Sie werden sich weiterhin engagiert im Ehrenamt für die Interessen der behinderten, der alten und bedürftigen Menschen in unserem Landkreis nach Kräften einsetzen.

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