Mittelstandsfreundlich

Handwerk begrt Vergabeerlass des LandesWaldhessen. Der Hessische Handwerkstag (HHT) hat den gemeinsamen Runderlass des Landes zum f

Handwerk begrt Vergabeerlass des Landes

Waldhessen.Der Hessische Handwerkstag (HHT) hat den gemeinsamen Runderlass des Landes zum ffentlichen Auftragswesen ausdrcklich begrt. Mit dieser Neuregelung hat Hessen den Weg fr eine mittelstandsfreundliche Vergabe frei gemacht, bewertete HHT-Prsident Bernd Ehinger den neugefassten Erlass. Mit dem Vergabebeschleunigungserlass werden die Freigrenzen fr die freihndige Vergabe deutlich erhht bzw. fr beschrnkte Ausschreibungen erstmalig eingefhrt. Knftig knnen ffentliche Auftrge in Hessen bis zu 100.000 Euro je Fachlos netto ohne formelles Vergabeverfahren freihndig vergeben werden. Auerdem ist eine beschrnkte Ausschreibung bei Bauleistungen bis zur Auftragshhe von 1 Million Euro je Fachlos und bei Dienst- und Lieferauftrgen bis zu 206.000 Euro ohne formelle Begrndung mglich.

Fr das hessische Handwerk erwartet HHT-Prsident Ehinger nun, dass vor allem ortsansssige kleine und mittlere Betriebe von dem durch die Neuregelung mglichen vereinfachten und beschleunigten Verfahren profitieren werden. Unsere mittelstndischen Betriebe, die das Rckgrat der hessischen Wirtschaft bilden, haben nunmehr eine deutlich verbesserte Chance, den Zuschlag gerade bei Vergabeverfahren auf Grund des hessischen Sonderinvestitions-Programms zu erhalten, so Ehinger weiter. Jetzt sei die vom Handwerk immer wieder eingeforderte schnelle, einfache und gewerkeweise Vergabe von ffentlichen Auftrgen mglich.

Grundvoraussetzung ist allerdings, dass vor allem die ber 400 hessischen Gemeinden und Gemeindeverbnde die neuen Freigrenzen auch tatschlich nutzen, appellierte der HHT-Prsident an die Kommunalvertreter. Gerade die durch die Konjunkturprogramme eingesetzten ffentlichen Mittel mssen bei den Betrieben in der Region ankommen.

Der neue Erlass biete auch den Kommunen deutliche Vorteile, da sie nun rechtssicher und flexibel Auftrge an Betriebe in ihrer Region vergeben knnten und gleichzeitig in Form hherer Steuereinnahmen und sicherer Arbeits- und Ausbildungspltze wieder davon profitierten. Ehinger: Diese gleichermaen fr Auftragnehmer wie Auftraggeber wichtige Chance gilt es zu nutzen. Das Handwerk wird jedenfalls sehr genau darauf achten, dass die Verpflichtung zur Anwendung der neuen Vergabefreigrenzen bei Manahmen aufgrund von Konjunkturfrderprogrammen auch tatschlich umgesetzt wird.

Auch wenn die im Ursprungsentwurf des Hessischen Vergabeerlass vorgesehene Erhhung der Freigrenze auf 250.000 Euro bei Bauleistungen nicht umgesetzt wurde, ist die nunmehr tatschlich realisierte Verdoppelung auf 100.000 Euro, bis zu deren Hhe eine freihndige Vergabe mglich ist, ein Stck gelebte Mittelstandsfrderung, so Ehinger abschlieend.

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