MSO als „Ort des Respekts“ ausgezeichnet

Finanzminister Dr. Schäfer (mi.) zeichnete die Modellschule Obersberg in Bad Hersfeld als „Ort des Respekts“ aus. Foto: nh

Im Rahmen der Landeskampagne "Hessen lebt Respekt" wurde die Modellschule Obersberg als "Ort des Respekts" ausgezeichnet.

Bad Hersfeld. Eine Theateraufführung zum Thema Flucht, ein Tagesseminar zur Gewaltprävention und eine Lesung über das Thema Radikalisierung – das waren einige der Programmpunkte, die die Schüler der Modellschule Obersberg (MSO) im Rahmen ihrer Schulprofilwoche erlebt und vor allem selbst mitgestaltet haben. Mit dem Projekt der „Schulprofilwoche und Gewaltprävention“ hatte sich die Bad Hersfelder Schule im Rahmen der Landeskampagne „Hessen lebt Respekt“ für die Auszeichnung als „Orts des Respekts“ beworben, die mit einer Förderung durch Landesmittel in Höhe von rund 5.200 Euro verbunden war.

Diese Woche hat Hessens Finanzminister Dr. Thomas Schäfer die Schule besucht, um mit den Jugendlichen zweier Wirtschaftsleistungskurse über ihre Erfahrungen zum Thema Respekt, aber auch über finanzpolitische Fragen zu sprechen. Mit im Gepäck hatte er aus Wiesbaden außerdem die Auszeichnung des Hessischen Ministerpräsidenten zum „Ort des Respekts“, die er an die Schulleitung überreichte. „Die Schule beschäftigt sich bereits seit vielen Jahren damit, wie ein respektvolles Miteinander im Alltag gelingen kann. Dank der Schulprofilwoche wurden diese Bemühungen nochmals intensiviert, denn die Jugendlichen haben sich in sehr unterschiedlichen Einzelprojekten mit den vielfältigen Facetten des Themas Respekt auseinandergesetzt“, erklärte der Minister.

Die Bewerbung der Modellschule Obersberg zum „Ort des Respekts“ habe die Landesregierung überzeugt, deshalb habe sie die Durchführung der Schulprofilwoche finanziell unterstützt. Zum Thema der Diskussionsrunde sagte der Minister an die Schüler gerichtet: „Dort, wo ihr aufrichtig auf Menschen zugeht und versucht, sie zu verstehen – egal, wie fremd ihre Sichtweisen euch zunächst sein mögen – dort kann Respekt entstehen. Respekt bedeutet auch nicht zwangsläufig, alle Mitmenschen mögen zu müssen und mit ihren Standpunkten einverstanden zu sein. Doch sie in ihrer Andersartigkeit und Vielfalt anzuerkennen, das sollte unser Zusammenleben prägen. Auch das meint unser Grundgesetz mit dem Satz: ‚Die Würde des Menschen ist unantastbar.‘“ Mit den Jugendlichen diskutierte Thomas Schäfer außerdem über die Aspekte „Generationengerechtigkeit“ und „Respekt vor künftigen Generationen“. „Generationengerechtigkeit bedeutet für mich, die Konsequenzen meines heutigen Handelns für die Generationen von morgen und übermorgen in meine Entscheidungen miteinzubeziehen“, so Schäfer abschließend.

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