(Ab)Fall für die Polizei: Illegale Müllentsorgungen im Kreis

Ein Mitarbeiter des MZV kümmert sich um einen ganzen Berg Müll, der illegal direkt hinter den Glasstellplätzen in der Grimmelbergstraße entsorgt wurde. Foto: Fröhnert

Müll, soweit das Auge reicht: Müllabhol-Zweckverband ärgert sich über illegale Entsorgungen im Kreis

Bebra. Bergeweise Müll häuft sich hinter den Glas-­containerstellplätzen in Bebra und Um­gebung. Hier wird ­alles, was nicht niet und ­nagelfest ist, ­illegal abge-­laden. Ob nun ­Autoreifen, Koffer, Holz­bretter, alte Laptops, Drucker, Matratzen oder Kleidung. Die Leid­tragenden, neben den An­wohnern: Die Mitarbeiter des Müllabhol-Zweckverbands mit Sitz in Bebra (MZV). Denn die müssen sich auch zusätzlich um diesen dreist in die Gegend geworfenen Müll kümmern.

„Es kommt immer häufiger vor, dass die Bürger ihren Müll einfach an Glascontainer­stellplätzen abladen“, erklärt Björn Berger, der beim MZV unter anderem für die Einsatz- und Tourenplanung zuständig ist. Er könne jedoch nicht verstehen, wieso man sich deswegen beim MZV beschwert – statt nach den ­Leuten zu suchen, die den Müll einfach abladen. „Die Leute, die so etwas machen, müssten sofort angezeigt werden“, meint Björn Berger. Hier wären also alle Bürger gefragt, die Augen nach den ­Übeltätern offen zu halten.

Björn Berger, der beim MZV unter anderem für die Einsatz- und Tourenplanung zuständig ist.

Bei der illegalen Müllent­sorgung handelt es sich zudem ­keinesfalls um einen ­Kavaliersdelikt – sondern um handfeste Ordnungswidrigkeiten. Verursacher müssen mit Bußgeldern von mehreren tausend Euro ­rechnen. Daher bittet Berger alle Anwohner, Augen und Ohren ­offen zu halten. „Für uns vom MZV heißt es im Endeffekt deutlich mehr Arbeit und dafür müssen dann letztendlich alle Bürger aufkommen“, gibt Berger zu bedenken. Meist sind es die selben Orte, an denen der Müll einfach auf die Straße geworfen wird. ­Etwa in der Grimmelberg-­straße und das, obwohl sich dort direkt ein Kinderspielplatz befindet.

Doch auch bei der Altkleidersammlung, um die sich die Mitarbeiter des Müllabhol-Zweckverbands kümmern, gibt es immer wieder un­schöne Vorfälle. „Oft wird die Kleidung einfach ohne Sack lose in die Sammelcontainer geworfen“, berichtet Berger. Doch das wäre nicht das Schlimmste. Auch ganze ­Tüten voll Elektroschrott oder Restmüll sind in den Kleidercontainern keine Seltenheit.

Es bleibt zu hoffen, dass dank aufmerksamer Bürger ein ­Täter bald auf frischer Tat ertappt wird – am Ende ­leiden nämlich alle unter der Dreistigkeit einiger Weniger.

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