Smarte Mülleimer fassen 20-Mal mehr Müll

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Sie werden mit den Geräten arbeiten (v.li.): Timo Völker, Christian Wiedner, René Matthè, Martin Steimar und Jürgen Harth von der Stadtverwaltung.

Ein erster Testversuch mit zwei smarten Abfallbehältern ist in Bad Hersfeld gestartet.

Bad Hersfeld. Sie haben mehr Platz, sind sauberer und erstatten Meldung: Zwei neue Abfalleimer sind in dieser Woche probeweise an zwei markanten Punkten der Bad Hersfelder Fußgängerzone aufgestellt worden. Sie befinden sich an der Fahrradabstellanlage am Linggplatz gegenüber dem News-Café sowie auf der Breitenstraße neben der Backwerk-Filiale.

Smarte Mülleimer

Der Vorteil für die Benutzer ist offensichtlich: Die Behälter, die eher wie Müllschlucker aussehen, sind geschlossen und bleiben dadurch viel sauberer.

Der Müll wird durch eine Ladeklappe eingeworfen, die auch durch ein Fußpedal geöffnet werden kann. Was ist intelligent an den Geräten? Zum einen misst ein Sensor den Füllstand, so dass bei Bedarf ein Pressvorgang weiteren Platz für neuen Müll schafft. Das macht übrigens das Geräusch, ist aber völlig ungefährlich. Der Ladestand wird durch ein kleines Display angezeigt.

20 mal mehr Müll pro Eimer

Das Ergebnis: Gegenüber den alten Mülleimern mit rund 40 Litern Fassungsvermögen können die neuen Behälter bis zu maximal 800 Liter gepressten Müll verarbeiten.

Zum zweiten sendet der Mülleimer den Füllstand auch per SIM-Karte an die Stadtverwaltung. Martin Steimar von der Stadtverwaltung erläutert: „Das ist, wenn die Geräte flächendeckend zum Einsatz kommen sollten, natürlich interessant für unsere Tourenplanung. Wir brauchen dann nur die Standorte anfahren, die auch geleert werden müssen.“ Ein Solarpanel auf dem Gerät sorgt für die nötige Energie, Stromanschlüsse sind also nicht notwendig. Die Geräte sind vom deutschen Lieferanten German Ecotec gemietet. Mit Ihnen verbindet sich die Hoffnung, die Müllentsorgung in der Fußgängerzone noch besser in den Griff zu bekommen.

In einem dreimonatigen Probebetrieb sollen die beiden Geräte auf Herz und Nieren getestet werden. Danach wird über einen möglichen zukünftigen Einsatz entschieden.

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