Müllgott Möller ist stinksauer: Hof doch geräumt!

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Das Grundstück von Möller ist komplett zugemüllt – für ihn sind es alles wertvolle Dinge. Alle Fotos: Fröhnert

Jetzt also doch: Regierungspräsidium lässt den „Müllhof“ aus Neuenstein räumen - mit großer Bildergalerie!

Neuenstein. Der selbsternannte "Müllgott" aus Neuenstein, Matthias Möller, hat "die Schlacht um sein König­reich" verloren. (HIER finden Sie das Interview "Jetzt herrscht richtig Krieg" mit Möller dazu). Am Donnerstag begann ein Abfallent­sorgungsunternehmen – auf Anordnung des ­Regierungs­präsidiums Kassel – mit der Entsorgung illegaler Ab­fallablagerungen auf zwei Grundstücken in Obergeis. Möller hatte den Unrat über die Jahre angehäuft. Insgesamt handelte es sich um mehr als 120 Kubikmeter Sperrmüll und andere Abfälle.

Die Räumung war eigentlich schon für Montag geplant, doch Selbstmorddrohungen des Müllgotts zwangen das RP zur Absage der geplanten Entsorgung. "Wir haben am Freitag entschieden, dass die Räumung abgesagt wird, da Gefahr für den Besitzer bestand. Wir wollten da nichts riskieren", erklärt Michael Conrad, der Pressesprecher des Regierungspräsidiums. Matthias Möller selbst sei mit Hilfe der Polizei in Gewahrsam genommen worden und musste sich einer psychia­trischen Untersuchung unterziehen. "Dieser Schritt war notwendig, auch damit er sich nicht selbst schädigt", so ­Conrad.

Vorausgegangen waren etwa sechs Jahre dauernde Bemühungen der Behörden und Gerichte, den Verur­sacher Matthias Möller dazu zu bringen, die Abfälle selbst zu entfernen. Auch mit der Nachbarschaft gab es immer wieder Streit. Einige von ­Möllers Nachbarn sollen sogar Todesangst gehabt haben.

Möller selbst sieht sich als Opfer. Zum KA sagt er: "Ich werde hier seit Jahren gemobbt."

Kosten soll der Müllgott selbst tragen

Conrad: "Die Kosten für diese sogenannte Ersatzvornahme werden dem Verursacher in Rechnung gestellt." Der sagte im KA-Gespräch, dass er die geforderte Summe – rund 10.000 Euro – erst aufbringen müsse. "Daher suche ich nun dringend einen Job als ­Designer", sagt Möller weiter. Jedoch sei das nur Plan B, zunächst wolle er versuchen mit selbstgeschriebenen Songs bekannt zu werden. "Ich rappe viel, will damit nun zu Dieter Bohlen und dem ­Supertalent gehen", so ­Möller.

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Hier finden Sie eine Stellungnahme von Müllgott Matthias Möller persönlich!

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Hier finden Sie Fotos vom Müll auf Möllers Hof:

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