Nach Herzstillstand: Defibrillatoren für Heringen

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Nach dem Zusammenbruch eines Handballers auf dem Spielfeld: die Stadt Heringen möchte Turnhallen sicherer machen.

Heringen. Am 17. Januar erlitt der Heringer Handballspieler Max Rimkus von der SG Werra WHO beim Spiel gegen den SV Neuhof einen Herzstillstand. Nur durch das schnelle Eingreifen seiner Sportkollegen konnte er bis zum Eintreffen der Rettungskräfte wiederbelebt werden.  "Mit einem Defibrillator wäre es einfacher und sicherer gewesen", sagt Bürermeister Hans Ries. Die Stadt Heringen möchte etwas dagegen tun, dass solche Unglücke zukünftig vermieden werden.Während die Stadtverwaltung und das ganzjährig geöffnete fritz kunze bad  mithilfe von Sponsoren bereits mit Defibrillatoren ausgestattet wurden, fehlen die kleinen Lebensretter noch in den kreiseigenen Turnhallen. Ries: "Zwar stehen im Kreisgebiet in einigen Schul­-­turnhallen bereits Defibrillatoren zur Verfügun, bislang leider noch nicht in Heringen."

Um die Turnhallen in und um Heringen dennoch schnellstmöglich mit Defibrillatoren ausrüsten zu können, wird die Stadt spontan einen Beitrag von 3.000 Euro bereitstellen. Dazu kommen 1.000 Euro, die der Bürgermeister aus seinem privaten Spendenaufkommen an die Stadt ­dazulegt. Ein Defibrillator kostet ungefähr 2.000 Euro. Nach Ries’ Schätzungen lägen die Ausgaben insgesamt bei rund 100.000 Euro, sollten alle Turnhallen ausgestattet werden.Er unterstreicht die Wichtig-keit eines Defibrillatoren im KA-Gespräch: "In einer Turnhalle kann leicht etwas passieren. Man muss bedenken, dass sich hier auch alte, und nicht nur junge Menschen aufhalten und aktiv sind." Die Vergangenheit zeigt, wie wichtig Defibrillatoren wirklich sind. Ein ähnlicher Vorfall ereignete sich vor ein paar Jahren schon einmal. Damals konnte das Leben eines Heringer Sportlers in Obersuhl nur durch den Einsatz eines Defibrillatoren gerettet werden. Und auch der Chef-Schwimmeister des fritz kunze bades, Jan Reichhardt, ­bekräftigt die Wichtigkeit der Geräte. "Wir bitten um weitere zweckdienliche Spenden", so Ries. Der Landkreis Hersfeld-Rotenburg habe als Eigentümer der Turnhallen bereits zugesagt, Unterhaltung und Wartung der Geräte zu übernehmen.

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