Neue Betrüger-Masche: "Ich kannte Ihren Mann gut"

Zwei ältere Frauen wurden Opfer des Betrugs.

Niederaula/Lispenhausen. Die Fantasie von Trickbetrügern ist oft ebenso groß wie ihre kriminelle Energie. Die Opfer sind meist ältere Menschen. Die Polizei im Landkreis Hersfeld-Rotenburg rät Senioren zu Misstrauen und befürchtet, dass derzeit besonders viele Nepper, Schlepper und Bauernfänger unterwegs sind.Sie geben sich als Mitarbeiter der Stadtwerke, als Enkel, ehemalige Kollegen oder gar als Polizisten: Die Fantasie von Trickbetrügern ist oft ebenso groß wie ihre kriminelle Energie; und die Opfer sind meist ältere Menschen.

Wie erst jetzt bei der Polizei angezeigt wurde, ereigneten sich in der letzten Woche gleich zwei Fälle im Kreis. Opfer waren in beiden Fällen ältere Frauen.

Der Fall von Niederaula soll sich wie folgt abgespielt haben: Ein unbekannter Mann klingelte am Donnerstag, 22. Januar, gegen 11 Uhr an der Haustür eines Wohnhauses in der Querstraße. Die 77-jährige Hauseigentümerin öffnete und der Mann gab sich ihr gegenüber als früherer Freund ihres Mannes aus. Er verstrickte die 77-Jährige geschickt in Gespräche und bat den Mann schließlich ins Haus. Nach unbestimmter Zeit verließ der Mann dann wieder das Haus. Etwas später stellte die 77-Jährige fest, dass aus einem anderen Raum aus einer Geldkassette 150 Euro gestohlen waren. Es ist zu vermuten, dass der Mann nach dem Betreten des Hauses die Haustür nicht vollständig ins Schloss gezogen hatte und ein Mittäter so Zugang hatte. Der Mann wird wie folgt beschrieben: Ca. 75 Jahre alt, ca. 1,70 Meter groß, kräftige Statur, trug bei der Tat eine Mütze. Bekleidet war er mit einer grau-blauen Winterjacke.

Nach schwieriger sind die Ermittlungsansätze bei dem Fall von Rotenburg-Lispenhausen der sich am Donnerstagnachmittag, 22. Januar, oder im Laufe des Freitag, 23. Januar ereignete:

Hier wurde eine 87-jährige Frau Opfer eines Trickdiebstahls. Auch in diesem Fall klingelte ein älterer Mann an der Haustür im Börnerweg. Er gab vor ein ehemaliger Arbeitskollege ihres verstorbenen Mannes zu sein. Auch in diesem Fall konnte er durch eine geschickte Gesprächsführung erreichen, dass ihn die ältere Dame ins Haus ließ. Dort verwickelte er die Frau weitere in ein Gespräch. Wie lange dies dauerte ist nicht bekannt. Anschließend verabschiedete er sich und verließ das Haus. Auch in diesem Fall stellte das Opfer später den Diebstahl von 300 Euro aus einem anderen Raum im Hause fest. Wie im Fall von Niederaula dürfte der Täter noch einen Komplizen gehabt haben. Vermutlich schloss der Täter beim Betreten des Hauses die Tür nicht hinter sich zu, ein Mittäter betrat dann wahrscheinlich das Haus und durchsuchte dann dort verschiedene Räume.Eine Personenbeschreibung des Täters liegt in diesem Fall nicht vor.Nur, dass der Täter anschließend mit einem größeren Auto weggefahren sei.

Die Polizei vermutet, dass es sich vermutlich bei diesen beiden Taten um ein und denselben Täter handeln könnte. Es ist nicht auszuschließen, dass dieser ältere Täter mit einem Mittäter auch noch weiter mit diesem Trick in Nord.- oder Osthessen unterwegs ist. Daher warnt die Polizei ausdrücklich vor dieser aktuellen Tätermasche.

Hinweise bitte an die Polizei in Bad Hersfeld, Telefon: 06621/9320, in Rotenburg, Telefon: 06623/9370 oder im Internet unter www.polizei.hessen.de – Onlinewache.

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