Neue Pläne für Autozentrale Bad Hersfeld

Die Mitglieder Der CDU-Fraktion informieren sich bei einem Ortstermin über die Pläne.

CDU: Neue Einzelhandelskonzepte stellen Bereicherung für Bad Hersfeld dar.

Bad Hersfeld. Als Bereicherung und Verbesserung der Einkaufssituation für die Stadt hat die CDU-Fraktion im Hersfelder Stadtparlament die Pläne zweier Investoren bezeichnet, auf dem Gelände der ehemaligen Ford-Autozentrale in der Konrad-Zuse-Straße und dem Schlachthofgelände einen Lebensmittelmarkt zu errichten. Die CDU wiederspricht damit den aktuellen Pressemeldungen, wonach die Stadt Bad Hersfeld und der Einzelhandelsverband sich gegen eine Ansiedlung des Einzelhandels in diesem Bereich ausgesprochen hatte. Vielmehr könne mit  dem vorliegenden Konzept endlich der derzeit  nicht gedeckte Bedarf an einer innenstadtnahen Lebensmittelversorgung gedeckt werden. Außerdem trage eine Realisierung zur Verschönerung des Stadtbildes bei. Sowohl das leerstehende Autohaus, als auch das Schlachthofgebäude seien momentan kein schönes Aushängeschild für Bad Hersfeld, teilt CDU-Fraktionsvorsitzender Andreas Rey mit. Seit Monaten werde die CDU-Fraktion von Bürgern auf die fehlenden Einkaufsmöglichkeiten seit der Schließung des Herkulesmarktes und des EDEKA-Marktes am Rechberggelände angesprochen. Derzeit weichen viele Bewohner der Kernstadt mittlerweile auf die Lebensmittelmärkte auf der hohen Luft und dem Johannesberg aus. Das Nachsehen hätten allerdings diejenigen, die nicht mobil seien, heißt es in der Pressemitteilung. Einer möglichen Kritik, die Öffnung des Areals für den Einzelhandel könnte die Kaufkraft aus der Innenstadt abziehen, erteilt die CDU eine Absage. Es sei nicht geplant, dort innenstadtrelevante Produkte anzubieten. Außerdem habe bereits die Öffnung des Einzelhandels auf dem Rechberggelände gezeigt, dass diese keine Verlagerung der Kaufkraft nach sich ziehe. Die vom Magistrat beabsichtigte Einholung eines erneuten GMA-Gutachtens (Gesellschaft für Markt- und Absatzforschung) lehnt die CDU deshalb ab. „Aus unserer Sicht gibt es keine neuen Erkenntnisse, die ein solches Gutachten zu Tage fördern könnte. Die einzige Konsequenz wären Kosten in mindestens fünfstelliger Höhe und eine zeitliche Verzögerung, die eine Realisierung der Baukonzepte so gut, wie unmöglich macht“, ergänzt der stellvertretende Fraktionsvorsitzende Thomas Schaffert.

„Die Vorschläge der beiden Investoren kommen genau zur richtigen Zeit. Beide Konzepte haben Vor- und Nachteile, nach interner Beratung können wir sagen, dass die Variante auf dem ehemaligen Gelände der Ford-Autozentrale durchdacht und kurzfristig realisierbar ist. Die Pläne des Hersfelder Bauunternehmers Helmut Räuber werden wir deshalb unterstützen. Allerdings wollen wir auch der VR-Bank und Architekt Manfred Baier nicht im Wege stehen, wenn es darum geht, das Schlachthofgelände zu entwickeln. Wir werden uns diesen Plänen ebenfalls unvoreingenommen widmen“, so Andreas Rey abschließend.

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