Neue Stadtverordnetenvorsteherin für Rotenburg

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Für die Rotenburger Gemeindevertreter gibt es ab sofort eine Stadtverordnetenvorsteherin – der Bau- und Planungsausschuss soll aufgelöst werden.

Rotenburg.  Auf der Stadtverordnetenversammlung in Rotenburg wurden am Donnerstag Abend die Karten neu gemischt: Es standen zahlreiche Wahlen der Gremien auf der Tagesordnung. Unter anderem wurden Stadtverordnetenvorsteher, Schriftführer, Ausschüsse, Stadträte bzw. der Magistrat sowie alle Stellvertreter gewählt.Nachdem Bürgermeister Christian Grunwald die Sitzung eröffnet hatte, wurde Heinz Schlegel als ältestes Mitglied des Gemeindeparlaments ermittelt – seit über 44 Jahren gehörte er dem Rotenburger Stadtparlament an. Er übernahm den Vorsitz, bis der neue Stadtverordnetenvorsteher gewählt war.Schlegel lobte die kooperative und freundschaftliche Zusammenarbeit aller Fraktionen in den vergangenen Jahren. Er wies darauf hin, dass die Stadtverordnetenversammlung in dieser Legislaturperiode aus 31 Mitgliedern  besteht. Das sei neu, da sie seit 1972 immer aus 37 Mitgliedern bestand.

Für die Wahl des Stadtverordnetenvorstehers gab es lediglich einen Vorschlag: Die CDU schlug ihr Fraktionsmitglied Barbara Glaser vor. Sie wurde einstimmig zur neuen Stadtverordnetenvorsteherin von Rotenburg gewählt und löst damit ihren Vorgänger Klaus Troch ab. "Ich freue mich auf die neue Aufgabe und wünsche mir, dass wir ein konstruktives Miteinander pflegen werden", bedankte sich die neue Vorsteherin des Gemeindeparlaments.Ralf Wassermann bleibt im Amt des Schriftführers und Ursula Ender behält das Ehrenamt der ersten Stadträtin. Neben Ender bilden Klaus Troch, Christian Kusche, Friedhelm Wollenhaupt, Karin Kupsch, Elvira Walter-Rosner, Dieter Stricker und Dietrich Both den Magistrat.

Weiterhin wurde über den Antrag der CDU- und UBR-Fraktion "Änderung der Hauptsatzung der Stadt Rotenburg" beraten.Die Fraktionen hielten – neben dem Landwirtschafts- Forst- und Umweltausschuss, der sowieso wegfällt – den Bau- und Planungsausschuss für überflüssig und wollten ihn deshalb streichen.    Allerdings hatte die SPD-Fraktion entschieden etwas dagegen. Die Arbeit in dem Ausschuss würde Hintergrundwissen vermitteln.Man brauche für bestimmte Projekte Leute, die sich auskennen, zum Beispiel für den Neubau des Feuerwehrgerätehauses oder für die weitere Planung des City Outlets, erläuterte Fraktionsvorsitzender Volker Heise den Standpunkt der SPD-Fraktion.Die darauf folgende Abstimmung ergab: 12 Stimmen für die Erhaltung des Bau- und Planungsausschusses und 18 Stimmen dagegen, womit die SPD keine Mehrheit erreichte.Folglich wird die Stadtverordnetenversammlung künftig nur den Haupt- und Finanzausschuss und den Sozialausschuss bilden.Das war der einzige Punkt auf der Tagesordnung, bei dem sich die Rotenburger Gemeindevertreter nicht einig waren.

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