Neues Dach für die Stiftsruine

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Das Bad Hersfelder Unternehmen FilamentFactory spendet eine neue Zuschauer-Überdachung.

Bad Hersfeld. Mit der neuen Spielzeit 2018 feiern die Bad Hersfelder Festspiele ein besonderes Jubiläum: 1968, vor 50 Jahren, wurde das großartige Zeltdach des Star-Architekten Frei Otto über dem Zuschauerraum der Stiftsruine installiert und schützt seitdem die Zuschauer vor Regen und Witterung. Das Dach über dem Zuschauerraum der Stiftsruine ist eine einmalige Konstruktion und war architektonisches Vorbild für eine Vielzahl moderner Zeltbauten und Überdachungen. Anlässlich dieses Jubiläums sponsert das Bad Hersfelder Unternehmen The FilamentFactory das neue Dach über den Zuschauerbereich und stellt es gemeinsam mit Partnern nach den Plänen von Frei Otto her. Im Rahmen eines Pressetermins gaben die beiden Geschäftsführer der Firma, Ralph Van Loo und Matthias Heß, einen Einblick in die Produktion der Firma.

22.730 Kilometer Polyestergarn „LoWik 6“ aus der neuesten Generation wurde in einem fünfstündigen Produktionszeitraum gewebt. Gemeinsam mit seinen Partnern Low&Bonar (Gewebe) und Velabran (Konfektionierung) wird The FilamentFactory die fast 1.500 Quadratmeter große Bespannung herstellen. Dieses Garn wurde auch für die Überdachungen der Schalke Arena, des Dubai Airport und der Wolgograd Arena zur Fußball-Weltmeisterschaft 2018 verwandt. 700 verschiedene Garne, die sich zum Beispiel in der Festigkeit, der Dicke oder der Farbe unterscheiden, werden in Bad Hersfeld von The FilamentFactory hergestellt. Verwendet werden die Garne vor allem in der Automobilbranche, zum Beispiel für die Sicherheits-Gurte der Mercedes S-Klasse. Darüber hinaus stellt das Unternehmen von Violinensaiten bis zum Nähgarn für den alltäglichen Gebrauch alle möglichen Produkte aus seinen Hochleistungs-Fasern her. Das weltweit tätige Unternehmen gilt als „Hidden Champion“, der in unscheinbaren Bereichen agiert, wovon aber viele Firmen profitieren.

Mit der Neuaufstellung als FilamentFactory hat sich auf dem Gelände der früheren Hoechst AG einiges getan: Ähnelte das Gelände früher mit hohem Zaun und Bewachung eher einer Hochsicherheits-Anlage wie Area 51 oder Fort Knox, ist es heute ein offenes Gelände. Die beiden Geschäftsführer Van Loo und Heß begreifen sich als heimische Firma – auch deswegen ist es ihnen eine Herzensangelegenheit, zum dritten Mal das Material für das einmalige Frei-Otto-Dach über der Stiftsruine zu liefern. Die Zusage hierfür hatten sie Bürgermeister Thomas Fehling als besonderes Geschenk an dessen Geburtstag überreicht. Im Anschluss an die Werksbesichtigung zeigte der technische Leiter der Festspiele Dietmar Wolf, noch einmal das alte Dach der Stiftsruine, in der gerade die Aufbauarbeiten mit Hochdruck laufen. Alle Beteiligten hoffen nun, dass das neue Dach noch Ende Mai eingebaut werden kann und in der anstehenden Saison bereits genutzt werden kann.

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