Neues Zeitalter: Breitbandnetz geht in Betrieb

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Heute Nachmittag wurde nach fünf Jahren Bauzeit das neue Breitbandnetz in Betrieb genommen. Ab sofort surfen Nutzer mit 25 Mbit/s.

Heringen. Heute Nachmittag wurde das neue Breitbandnetz der Stadt Heringen in Betrieb genommen. Ab sofort ­surfen Endnutzer in der ­Werra-Stadt mit  einer zeitgemäßen Internetanbindung von 25 Mbit/s. Die Verwirklichung des Projekts, so Hans Ries, sei mit ­erheblichen politischen und rechtlichen Hürden gespickt gewesen. Umso erfreuter zeigten sich Vertreter der Stadt und des Partners, der mr. net services GmbH, über den Abschluss bei der offiziellen Inbetriebnahme am Dienstagnachmittag.

Bewusst anders

Die Stadt Heringen hat sich in der Vergangenheit bewusst ­für einen eigenen Weg entschieden und alle Investitionen in die notwendige Infrastruktur mit eigenen Mitteln umgesetzt. Diese seien "verhältnismäßig klein" gewesen (Höhe:  2,5 Millionen Euro), sagt der Bürgermeister. Nach aktuellen Berechnungen würden sich die Investitionen bereits bezahlt machen, wenn 25 ­Prozent der Heringer das neue Netz nutzen. Viele andere Gemeinden verwirklichen ­einen Breitbandausbau mit der Vergabe von Zuschüssen an Betreiber (wie die Telekom). ­

Hermann-Josef Hohmann, Fachbereichsleiter für Wirtschaft, Entwicklung und Kultur sagte: "Von Anfang an war das Projekt darauf ausgelegt, sich zu refinanzieren. So ­sollen auch zukünftige Generationen profitieren."Er sprach von einer "neuen ­Ebene der Infrastruktur", mit einer ähnlich großen Bedeutung, wie Telefon- und Wasserleitungen. Das gesamte Netz ist bereits jetzt so ausgelegt, dass Bandbreiten von bis zu 100 Mbit/s möglich wären.Die Testphase von Werrakom wurde kürzlich erfolgreich abgeschlossen, das Netz für den Betrieb freigegeben. Den symbolischen Startknopf betätigte Bürgermeister Hans Ries mit sichtlicher Freude. Er selbst muss sich noch bis August gedulden, bis er in den Genuss des Highspeed-­Netzes kommt.

Insgesamt kann das neue ­Datennetz 3.300 Haushalte mit Highspeed-Internet versorgen. Da diese über bestehende Kabelverzweiger erreicht werden, waren keine weiteren Bauarbeiten an den einzelnen Haushalten nötig. Im Stadtteil Kleinensee zieht sich der Anschluss ans Netz noch bis zum Sommer. Erst bis dann kann die Strecke vom Stadtteil Widdershausen über die Thüringer Gemarkung nach Dankmarshausen angebunden werden.

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