Alheimer Neujahrsempfang mit vielen Ehrungen und musikalischen Highlights

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Neujahrsempfang in Alheim: Musik, Tanz, Verteilung von Ehrenbriefen und ein Blick auf das Leben in Malawi

Heinebach. Der 18. Neujahrsempfang der Gemeinde Alheim war gezeichnet von besonders tatkräftigen Menschen, die für ihr ehrenamtliches Engagement für ihre Dorfgemeinschaften und für die Gemeinde Alheim geehrt wurden. Für herausragende Tätigkeiten im Brand- und Katastrophenschutz wurde Gemeindebrandinspektor Bernd Hildebrand das Deutsche Feuerwehr-Ehrenkreuz in silber verliehen. Kreisfeuerwehrverbandsvorsitzender Thomas Specht lobte Hildebrands permanent hervorragende Arbeit in der Alheimer Feuerwehr, sowie die Arbeit seines Stellvertreters Holger Möller.

Richard Berge sowie das Ehepaar Marlies und Kurt-Georg Clobes bekamen für ihr jahrzehntelanges, soziales Engagement einen Ehrenbrief des Landes Hessen. Stellvertretend für das Land Hessen überreichten Landrat Dr. Michael Koch und CDU-Landtagsabegordnete Lena Arnoldt an die glücklichen Geehrten. „Was bringt ein neues Jahr? Mit Glück das, was du möglich machst.“ Mit diesem Zitat von Autorin Else Panneck stieg Bürgermeister Georg Lüdtke in seine Neujahrsansprache ein. Das vergangene Jahr hatte es wieder in sich: Unter anderem mit der Bauplanung von Investorenmodellen, dem Bau neuer Feuerwehrgerätehäuser in Baumbach und Sterkelshausen, mit der Alheimer Dorferneuerung und der neu ins Leben gerufenen Alheimer Klimawoche war 2017 ein gutes und erfolgreiches Jahr für das Alheimer Land, so Lüdtke, worauf sie stolz sein können. Die Kehrseite seien jedoch bestimmte Entwicklungen, „die einem die Zornesröte ins Gesicht treiben“, fährt Lüdtke fort. Denn im Haushaltsplan 2018 tue sich ein riesiges Finanzloch auf. Die Kreis- und Schulumlage schlucke mehr Geld, als die Gemeinde Alheim an Schlüsselzuweisungen erhalte. Nun sei ein weitsichtigeres, kommunalfreundliches Handeln des Kreistages erforderlich. Im Bereich der interkommunalen Zusammenarbeit seien die Weichen im Alheimer Land richtig gestellt: Unter anderem soll die interkommunale Zusammenarbeit im Bereich der Bildung der ZuBRA 2030+ durch weitere gemeinsame Aktivitäten verstärkt werden. Die Besucher sehen einen zufriedenen Bürgermeister der Gemeinde Alheim, so Lüdtke weiter in seiner Neujahrsansprache. Im Bereich des Klima-, Natur- und Umweltschutzes sei er jedoch nicht zufrieden – jeder habe es selbst in der Hand, etwas dagegen zu tun. Am Ende seiner Redeinformierte Lüdtke die Besucher, dass die Endzeitpropheten einen neuen Termin für die Apokalypse haben: Im März 2018 soll es vorbei sein mit dem Leben auf der Erde.

Der Bürgermeister hatte für das Abendprogramm einen besonderen Gast eingeladen, der den Besuchern demonstrierte, wie gut man es in Deutschland hat. Jürgen Dietrich referierte über seinen Sohn Andreas und Ehefrau Debora Dietrich, die in das afrikanische Malawi ausgewandert sind. Seit 2014 leben sie in Ntcheu, wo sie den Menschen nützliche Dinge beibringen, die ihnen das Leben leichter machen können oder gar beim Überleben helfen. Im Rahmen der amerikanischen Organisation Action International machen die Dietrichs bei dem Programm „anamed – Aktion Natürliche Medizin in den Tropen“ mit und geben in Malawi Kurse für die Einheimischen. Neben Kräuterheilkunde und natürlicher Medizin unterrichten sie in landwirtschaftlichen Methoden. Die Einheimischen lernen wie und welche tropischen Pflanzen genutzt werden können, um Krankheiten zu heilen.

Gemeindevertretungsvorsitzender Marc Heinzerling hatte ebenfalls wieder ein Grußwort für das neue Jahr vorbereitet. Er wünschte allen Anwesenden vor allem Mut, Freude und Hoffnung. Mit den Auftritten der Alheimer Tanzgruppen und der Darbietung des Chores der Mennonitischen Kirche Heinebach gab es auch beste Unterhaltung für Augen und Ohren. Beim gemütlichen Beisammensein im Anschluss an das Programm sorgte die Live-Band „Jazz-Therapie“ für die musikalische Umrahmung.

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