Neujahrsempfang der Kreishandwerkerschaft

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18 Jungmeister erhielten ihre Meisterbriefe.

Bad Hersfeld. Eine gute Tradition zum Jahresbeginn ist der Neujahrsempfang der Kreishandwerkerschaft. Auch in diesem Jahr konnte Hauptgeschäftsführer Hans Wilhelm Saal wieder zahlreiche Gäste aus Politik und Wirtschaft im Kreistagssitzungssaal begrüßen. Kreishandwerksmeister Marco Diegel zog nach seinem ersten Jahr im Amt eine erste Bilanz. Als er das Amt übernommen habe, erinnerte er sich, hieß es: „Es sind doch nur zwei Treffen im Jahr“ – nun, ganz so sei es dann doch nicht gewesen, vielmehr war er das ganze Jahr über auf zahlreichen Terminen unterwegs. Der heiße und trockene Sommer, von Sonnenanbetern begrüßt, ließ die Handwerker auf dem Bau ganz schön ins schwitzen kommen. Doch das gute Wetter sorgte für eine gute Auftragslage. Wieder einmal wurden dabei die Nachwuchsprobleme im Handwerk deutlich. Diese liege aber nicht an mangelndem Willen seitens des Handwerks, sondern an fehlendem ausbildungsfähigen Nachwuchs. Positiv blickte er dem Hessentag 2019 entgegen, an dem sich die Kreishandwerkerschaft in Bad Hersfeld natürlich mit zahlreichen Projekten beteiligen wird. „Besuchen Sie uns und erleben Sie lebendiges Handwerk!“, so Diegel. Den anwesenden Politikern gab er mit auf den Weg, das Handwerk nicht mit noch weiteren neuen Verordnungen zu belasten. Auch eine Rückkehr zur Meisterpflicht für die Handwerksberufe, bei denen diese abgeschafft wurden, sei dringend angeraten. Landrat Dr. Michael Koch wagte in seiner Rede statt eines Jahresrückblicks einen Ausblick auf 2019. Mit dem neuen Kreishaushalt werden in den kommenden beiden Jahren Investitionen in Höhe von rund 23 Mio. Euro getätigt, vor allem in die Schulgebäude im Kreis. Und dabei werden auch wieder zahlreiche heimische Unternehmen zum Zuge kommen. Dabei betonte Dr. Koch, dass er auf die Vergabe bei öffentlichen Aufträgen selbstverständlich keinen Einfluss habe. Vielmehr setzten sich die regionalen Unternehmen bei den Ausschreibungen durch „weil sie gute Arbeit leisten und wettbewerbsfähige Preise bieten“. Auch er gratulierte den Jungmeistern zu ihrem erfolgreichen Abschluss und einem gelungenen Start ins neue Jahr. Dabei bot er den Jungmeistern auch die Unterstützung durch die Kreisverwaltung auf ihrem weiteren Berufsweg an. Ebenfalls gratulierte Jürgen Hahl, Geschäftsführer der Handwerkskammer, den Jungmeistern sehr herzlich. Der Meisterbrief sei Gütesiegel und eine Qualitätsgarantie, welche auch bei den Kunden für Vertrauen sorge. Er sei außerdem eine lohnende Investition in die Zukunft; bei zahlreichen Betrieben stehen in den nächsten Jahren altersbedingte Übernahme an – eine interessante Alternative zur Neugründung eines eigenen Betriebs für Jungmeister. Die 18 Jungmeister bekamen anschließend feierlich ihre Meisterbriefe überreicht, bevor der gemütliche Teil des Abends bei einem leckeren Buffet in der Kreistags-Kantine begann.

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