Oktoberfest-Debüt lockte Besucher nach Vacha

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Am Samstagabend wurde mit Dirndl, Kilt, Lederhose und ausgelassener Stimmung bayerisch gefeiert.

Vacha. Mit seinem Oktoberfest-Debüt hat der VfB 1919 Vacha offensichtlich das richtige Gespür gehabt, denn am Samstagabend füllte sich das Vachwerk binnen kürzester Zeit bis auf den letzten Platz. „Das ist quasi die Generalprobe für unsere Festwoche zum hundertjährigen Jubiläum im kommenden Jahr“, freuten sich die Organisatoren. Wie beim großen Vorbild in München, war auch die Halle in Vacha weiß-blau geschmückt und verströmte echtes Wiesn-Flair. An der Garderobe warteten bereits Bernd Käsemann und Klaus Sebastian von der Faustball-Abteilung auf die Gäste und nahmen Jacken und Regenschirme in Verwahrung, die man im wohltemperierten Saal nicht benötigte. So kam in den meisten Fällen das besondere Outfit zum Vorschein, die Damen hatten ihr fesches Dirndl aus dem Schrank geholt und die Männer trugen lange oder kurze Lederhosen. Chris Berck war in einem ganz außergewöhnlichen Festtagsgewand erschienen, der gebürtige Schotte hatte sich mit landestypischer Tracht in Schale geworfen, zu der auch der berühmte Kilt nicht fehlen durfte. Bevor die Party richtig losgehen konnte, stand natürlich der obligatorische Fassanstich auf dem Programm, den alle mit Spannung erwarteten. Bürgermeister Martin Müller stand ein wenig unter Druck, denn sein Münchner Kollege hatte einige Stunden zuvor gerade einmal zwei Schläge benötigt, bevor das erste Bier aus dem Holzfass floss. Assistiert vom VfB-Vorsitzenden Stefan Guttermann, schlug er einmal beherzt zu und gab dem Zapfhahn lediglich einen weiteren leichten Sicherheitsschlag, bevor es in auch Vacha hieß: „O'zapft is!“. Zur Begeisterung des Publikums ließen die Ehringsdorfer Musikanten „ein Prosit der Gemütlichkeit“ erklingen, während Guttermann und der Bürgermeister die ersten Maßkrüge füllten. Vor der Bühne standen bereits durstige Vächer, die eines der begehrten Freibiere ergattern wollten. Als das Fass leer gezapft war, eröffnete die Kapelle die erste Tanzrunde – schnell drehten sich „die Madln und die Burschen“ im Takt der Musik. Wer nicht das Tanzbein schwingen wollte, konnte sich trotzdem sportlich betätigen, „Hau den Lukas“ forderte dabei nicht nur „gestandene Mannsbilder“ heraus. So machte unter anderem Lena Jahn eine gute Figur an der Jahrmarkts-Attraktion, die ihr Großvater bereits vor über 30 Jahren gebaut hatte. Mit bayrischem Festbier, Brezn und weiteren Spezialitäten sowie lustigen Wiesn-Spielen und Schunkel-Runden nahm das Oktoberfest seinen Lauf – anders als in München, endete der Ausschank jedoch nicht schon um halb elf und so feierten die Vächer und ihre Gäste noch bis weit nach Mitternacht ein ausgelassenes Fest.

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