Kunsthandwerk in Kirchheim begeistert - mit Bildergalerie

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Ostermarkt in der Kirchheimer Scheune an der Aula lockte wieder zahlreiche Besucher in die Gemeinde

Kirchheim. Filigrane Kunst auf zerbrechlichen Oberflächen und vieles mehr gab es am Wochenende in Kirchheim zu sehen. Bereits zum 30. Mal lockte der Ostermarkt in die Scheune an der Aula, der diesmal in mehrfacher Hinsicht zweigeteilt war. So gab es draußen überwiegend leckere Sachen für den Gaumen und im Innern reihte sich ein Augenschmaus an den nächsten.

Vor der Scheune boten die Händler des Bauernmarktes unter anderem herzhafte Hausmacher Wurst und Ziegenkäse, duftendes Holzofenbrot, süßen Honig und Bio-Obst an, drinnen gab es feinstes Kunsthandwerk zu bewundern und zu kaufen. Auch klimatisch lagen Welten zwischen den beiden Abteilungen, im Freien kämpften die Akteure gegen das nasskalte Märzwetter, während sich im alten Fachwerkbau die ­wohlige Wärme des Kachelofens ausbreitete. Vor dem Betreten der wunderschön sanierten Scheune schmunzelten viele Besucher über den Osterhasen, der noch völlig entspannt unter einer Bank vor sich hin schnarchte. Andere dagegen waren bereits fleißig am Werkeln, wie etwa Marion Zinßer aus Antrifttal-Ohmes. Mit feiner Feder brachte sie heißes Wachs in traditionellen Mustern und Sinnsprüche in Sütterlin auf Gänse-, Enten- oder Hühnereier.

Im oberen Stockwerk des ­Museums präsentierten weitere Künsthandwerker ihre Arbeiten, im Sortiment von Töpferin Ute Fassold-Günther etwa fanden sich Frühlingsblumen aus Ton, Erika Dietz zeigte Schwälmer Stickereien und Eleonore Grafl bot Floristik aus Naturmaterialien. Hobbydrechsler Hartmut ­Beisheim warb mit einem Hut aus Holz für sein Handwerk und Ursula Diebels Figuren aus Schrott entzückten die Besucher ebenfalls. Der Schwerpunkt lag jedoch auf den kunstvoll verzierten Eiern, Kerstin Adamicki offerierte Schlesische Kratzeier, Kornelia Thor sorbische Ostereier mit Wachsbatik und auf dem Tisch von Tetyana Bastik stach das große Straußenei ins Auge, das mit Hilfe der Ätztechnik ein traditionelles Muster aus ihrer ukrainischen Heimat erhalten hatte.

Anne Richter war bisher bei jedem Ostermarkt in Kirchheim dabei, mit ihren ausgesägten Eiern sorgte sie auch diesmal wieder für staunende Blicke. Berthold Schmidt, Vorsitzender des Museumsvereins und Betreiber des Museumscafés, zeigte sich trotz der Abstriche durch das schlechte Wetter zufrieden mit der Resonanz. Bei Kaffee und selbstgebackenem Kuchen ließen ­viele Gäste den Marktbesuch gemütlich ausklingen.

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