Paul Wolf zum Thema „Komasaufen“

KA-Leser Pauls Wolf meint zum Komasaufen und -kiffen...
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KA-Leser Pauls Wolf meint zum Komasaufen und -kiffen...

Zum Thema "Komasaufen", dem Leserbrief von Kevin Ackermann ("Komasaufen und -kiffen: Präventionsmaßnahmen, Gesetzesänderungen und Ko

Zum Thema "Komasaufen", dem Leserbrief von Kevin Ackermann ("Komasaufen und -kiffen: Präventionsmaßnahmen, Gesetzesänderungen und Kontrollen müssen her!") und der vorhergehenden Pressemitteilung der Techniker Krankenkasse ("Komakiffen und Komasaufen verursachen fast 2.900 Klinikaufenthalte in Hessen") schreibt KA-Leser Paul Wolf:

Zu diesen beiden Artikeln/Leserbriefen nachstehende Überlegungen:

Leider müssen die örtlichen Presseorgane immer öfter über Sauforgien, Vandalismus und ähnlichen Suchtverhalten von Jugendlichen berichten. Danach wird mehr Schulsozialarbeit und Aufklärung gefordert.

Falsch ist das nicht.

Aber werden die Ursachen des Suchverhaltens durch Sozialarbeit gelöst... oder beseitigt? Muss nicht in der frühen Kindheit damit angefangen werden?

Der ungarische Psychologe Szondi sagt, "Sucht ist die Folge für veruntreute Mütter".

Hier liegt vielleicht das Übel. Die staatliche Familienpolitik propagiert und fördert die möglichst frühe kollektive, ganztätige Kleinkinderbetreuung nach kommunistischem und sozialistischem Vorbild. Leider ist es so, dass viele Mütter gerne ihre Kleinkinder selbst in der Familie erziehen und betreuen würden, aber wenn der Arbeitsplatz des Ehepartners nicht sicher ist, oder sich sogar im sogenannten Niedriglohnsektor befindet, ist das kaum möglich, und die junge Mutter muss mitarbeiten.

Hier muss doch gefragt werden warum bekommt eine Mutter, die auf Karriere und eigenes Einkommen sowie auf spätere Rentenzahlung verzichtet, nur 150 Euro pro Monat (und das wird noch verächtlich als Herdprämie verspottet) und der Staat zahlt für die Krippenbetreuung das Zehnfache ca. 1.200 bis 1.600 Euro/Monat.

Der Kreisanzeiger und die Hersfelder Zeitung berichteten über die negativen Folgen zu früher Krippenerziehung. Der KA am 7. Juli 2010 "Kleiner Zappelphilipp", die HZ am 31. März 2007 "Kinder in Krippen oft aggressiver". Die Welt schreibt am 30. März 2007 zu diesem Thema: "Neuen Untersuchungen zufolge entwickeln sich Kinder, die schon früh in Kindertagesstätten aufwachsen, später in der Schule eher zu Störenfrieden und Unruhestifter als Kinder, die daheim von Eltern, Tagesmüttern oder Kinderfrauen betreut werden". Prof. Dr. Paul Kirchhof sagt hierzu: "Ohne Familie gibt es keine wirksame Erziehung, ohne Erziehung keine Persönlichkeit, und ohne Persönlichkeit keine Freiheit".

Die Kinderärztin Maria Steuer, vom Familiennetzwerk sagt, (ldea Nr. 7/2007): Das Fundament für die gesunde Entwicklung eines Menschen sei nicht die frühkindliche Bildung, sondern die frühkindliche Bindung. Diese werde durch die Abgabe der Kinder in Betreuungseinrichtungen gestört. Das zu frühe Auflösen der Bindung verursacht oft lebenslängliche Beeinträchtigungen in der seelischen und geistigen Entwicklung".

Auch die Schwedin Anna Wahlgren, die einen der beliebtesten Erziehungsratgeber des Landes geschrieben hat, warnt vor dem Abschieben von Kindern in Betreuungseinrichtungen. Frau Wahlgren schreibt in einem Brief an Deutschlands Mütter: "Schweden ist kein kinderfreundliches Land! Unsere Kindertagesstätten entpuppen sich nach 25-jähriger Erfahrung als das größte soziale und wirtschaftliche Desaster. Jedes dritte schwedische Kind leidet an seelischen Störungen, jedes Jahr beginnen 100 Kinder Selbstmord. Während die schwedische Politik enorme Beiträge in Kindertagesstätten investiere, erhielten diejenigen nichts, die ihre Kinder selbst aufziehen wollen. In Deutschland beobachtet Frau Wahlgren derzeit ähnliche Tendenzen". Schweden ist somit ein negatives Vorbild in Sachen Kindererziehung und Betreuung.

Der ehemalige sowjetischen Ministerpräsident Michael Grobatschow sagte nach der Wende: "Der größte Fehler der Sowjetunion und der kommunistischen Bruderländer war die frühkindliche Trennung von Mutter und Kind".

Nach all den Aussagen muss doch gefragt werden, ob die derzeitige Familienpolitik – Krippenpolitik der Bundesregierung, nicht auch teilweise eine Mitschuld trägt am Vandalismus, Sucht- und Fehlverhalten unserer Jugendlichen.

An der katholischen Kirche in Podersdorf/Neusiedlersee fand ich folgende Kinderaussage "Ich bin sehr oft traurig, weil meine Eltern nie Zeit für mich haben, immer ist ihr Beruf wichtiger als ihre Kinder."

Pestalozzi fordert für die Kinder drei "Z": Zeit – Zärtlichkeit – Zuwendung.

Mit freundlichen Grüßen

Paul Wolf,Bad Hersfeld

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Hier die vorhergehenden Artikel zum Thema:

Komasaufen und -kiffen: Präventionsmaßnahmen, Gesetzesänderungen und Kontrollen müssen her! (vom 2. Januar 2012)

Komakiffen und Komasaufen verursachen fast 2.900 Klinikaufenthalte in Hessen (vom 30. Dezember 2011)

"Kleiner Zappelphilipp" (vom 6. Juli 2010)

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