Vom Pech verfolgt

Von Rick FrhnertBebra. Alles begann als Steffi Lange und ihr Lebensgefhrte Carsten in den Knigswald nach Cornberg zogen. Zuvo

Von Rick Frhnert

Bebra. Alles begann als Steffi Lange und ihr Lebensgefhrte Carsten in den Knigswald nach Cornberg zogen. Zuvor lebten wir in Berlin, im Juni 2007 zogen wir dann hier in den Kreis, erinnert sich die 51-Jhrige. Grund: Steffis Mutter ist schwer krank, so knnen wir uns besser um sie kmmern. Alles schien gut doch das Schicksal der Familie nahm eine bse Wendung.

Keine schnelle Hilfe

Am 31. Januar diesen Jahres brannte Langes Mietshaus in Cornberg nieder ein Kaminbrand war Schuld: Den beiden Mietern ging es gut, das Haus war aber nicht mehr bewohnbar eigentlich. Zum Glck bot uns ein Feuerwehrmann fr zwei Tage Unterschlupf an. Wir standen auf der Strae, sagt Lange traurig. Ihr Gesundheitszustand verschlechterte sich zunehmend. 2008 erlitt sie bereits einen Herzinfarkt Das Sozialamt setzte damals Himmel und Hlle in Bewegung damit mir geholfen wurde. Lange war damals nmlich nicht krankenversichert. Meine eigene Schuld, wei sie heute.

Wenige Tage nach dem Hausbrand verlor ihr Mann auch noch seine Arbeit. Wir lebten drei Monate von weniger als Hartz IV, denn wir mussten monatelang auf das Arbeitslosengeld meines Mannes warten, so Lange. Sie verstehe nicht, wieso es fr Brandopfer keine schnelle Hilfe gibt. Ohne unsere Freunde in Diemerode wsste ich nicht, ob wir diese Zeit berhaupt berstanden htten. Sie gaben uns essen, wir konnten uns bei ihnen waschen. Ein Antrag auf eine Wohnung wurde abgelehnt. So lebten die beiden dann mehrere Wochen in dem abgebrannten Haus, ehe sie einen neuen Unterschlupf in Bebra-Breitenbach fanden. Besonders die eisigen Temperaturen zerrten an den Krften. Ich bin gesundheitlich am Ende, leide an schweren Depressionen ich knnte stndig weinen, sagt Lange.

Kaum zu verantworten

Freund Carsten hat nun wieder einen Job darber sind wir sehr froh. Doch Steffi ist nun hufig allein, was aus gesundheitlicher Sicht kaum zu verantworten ist. Ich hatte in den letzten Wochen nicht mal genug Geld, mir meine Medizin zu kaufen, erklrt Steffi. Auch einen geeigneten Therapeuten hat sie noch nicht gefunden. Ich hoffe einfach, dass sich bald etwas im Bezug auf meinen Rentenantrag tut und wir wieder etwas mehr Glck haben, sagt Steffi mit Trnen in den Augen. Erst dann kann sie sich langsam wieder dem zuwenden, warum sie berhaupt hier ist der Pflege ihrer schwer kranken Mutter.

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