Peer Steinbrück besuchte Amazon in Bad Hersfeld

Bad Hersfeld. Auf seiner Deutschlandreise machte SPD-Kanzlerkandidat Peer Steinbrück am Montag auch in Bad Hersfeld Station. Auf Initiative des heimi

Bad Hersfeld. Auf seiner Deutschlandreise machte SPD-Kanzlerkandidat Peer Steinbrück am Montag auch in Bad Hersfeld Station. Auf Initiative des heimischen Bundestagsabgeordneten Mi­chael Roth war ein Gespräch mit der Geschäftsleitung von Amazon angesetzt, um über die derzeitige Situation bei dem Versandhändler zu diskutieren. Angesichts der derzeitigen Diskussion um die Einführung eines Tarifvertrags waren auch Vertreter der Gewerkschaft Ver.di bei dem Gespräch dabei.

Aber auch persönliche Neugier spielte dabei eine Rolle, wie Roth erklärte: "Peer Steinbrück ist, genauso wie ich, Amazon-Kunde und interessiert sich für die Abläufe in so einem Betrieb."

Das Gespräch selbst sei sachlich-höflich verlaufen, berichtete Steinbrück im Anschluss. Er befürwortete die Be­mühungen der Gewerkschaft um einen Tarifvertrag bei Amazon. "Die Urabstimmung zeigt, dass die Arbeitnehmerschaft zu weitergehenden Maßnahmen bereit ist", so Steinbrück. Er hoffe aber vielmehr auf ein "gedeihliches Miteinander".

Auch das Thema Leiharbeiter kam zur Sprache, hier habe die Geschäftsführung "frei­mütig zugegeben, dass das etwas aus dem Ruder gelaufen ist", erklärte der Politiker.

Das größere Problem sei seiner Ansicht nach aber nicht das saisonale Leiharbeitergeschäft, sondern die hohe Zahl an befristeten Arbeitsverhältnissen auch bei der Stammbelegschaft. Dies bedeute für die Arbeitnehmer eine große Unsicherheit und werde auch seitens der Geschäftsleitung als Druckmittel benutzt.

Michael Roth erklärte zu dem Gespräch: "Ich bin immer dafür, dass man miteinander statt übereinander redet." Nachdem nun ganz Deutschland über Amazon geredet habe, sei es die Pflicht der SPD gewesen, mit den Amazon-Verantwortlichen ins Gespräch zu kommen. Roth weiter: "Es ist wichtig dass unser Kanzlerkandidat dahin geht, wo es Probleme gibt, um die Stimmung in den Betrieben zu erfahren." In Sachen Tarifverhandlungen gebe es zwischen SPD und Gewerkschaften eine große Übereinstimmung. Roth lobte dabei die jetzt gezeigte Gesprächsbereitschaft, die ihn hoffen lasse, dass es eine Entwicklung zum Besseren gebe.

Weniger optimistisch zeigte sich Ver.di-Landesleiter Jürgen Bothner: Die Zeit für unverbindliche Gespräche sei vorbei, jetzt müsse endlich ernsthaft verhandelt werden.

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