Personalrat beklagt „Bruch der Vertraulichkeit“

Zum Titel-Thema "So geht’s nicht" vom Sonntag, 23. Juni, hat der Personalrat der Kreisverwaltung folgenden Leserbrief verfasst:Mit großer

Zum Titel-Thema "So geht’s nicht" vom Sonntag, 23. Juni, hat der Personalrat der Kreisverwaltung folgenden Leserbrief verfasst:

Mit großer Enttäuschung und Unverständnis hat der Personalrat der Kreisverwaltung Hersfeld-Rotenburg zur Kenntnis nehmen müssen, dass wiederholt vertrauliche Informationen für den internen Dienstgebrauch an die Öffentlichkeit weiter gegeben wurden. Zunächst aus einer Fachdienstleiterrunde Details aus einem Bericht des Personalrates zur Situation der Videoüberwachung an Schulen, jetzt ein Schreiben des Landrates auf Wunsch des Personalrates mit der Aufforderung zu einer persönlichen Erklärung.

Wir wollten uns mit dieser Maßnahme schützend vor die betroffenen Kolleginnen und Kollegen stellen, die sich nichts zu Schulden haben kommen lassen, in der Presse aber benannt worden sind und sowohl im dienstlichen, aber auch im privaten Bereich Diffamierungen und Beleidigungen ausgesetzt waren. Sie haben ein richtiges Spießrutenlaufen durchgemacht. Zudem hat diese "Kampagne" insgesamt zu einem erheblichen Ansehensverlust und Imageschaden der gesamten Kreisverwaltung geführt.

Der Bruch der Vertraulichkeit ist Gift für jedes Betriebsklima, das insbesondere von einigen Führungskräften kritisiert und der Dienststellenleitung angelastet wird. Der Personalrat ist zu einer vertrauensvollen Zusammenarbeit mit der Dienststellenleitung entsprechend des Hessischen Personalvertretungsgesetzes verpflichtet. Beide, Personalrat und Hausspitze, pflegen den offenen Umgang miteinander und treten für ebendiesen offenen Umgang auch hausintern unter den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern ein. Wir wünschen uns, dass wir diesen Weg gemeinsam weiter gehen und uns durch "interne Störfeuer" nicht beirren lassen.

Zum Schutz und auf Wunsch vieler Kolleginnen und Kollegen fordern wir die Person, die diese wiederkehrenden Dienstverstöße begangen und interne Informationen und Schriftstücke an Dritte weitergegeben hat, auf, sich zumindest Gedanken über die Folgen ihres Handelns machen.

Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter unserer Kreisverwaltung, insbesondere unsere Führungskräfte, sollten in der Lage sein, offen mit Problemen und Befindlichkeiten umzugehen und anzusprechen. Unzufriedenheit über die Presse zu kommunizieren und sich in Schadenfreude zu ergötzen sehen wir nicht als den richtigen und fairen Weg.

Gerhard Eckstein (Vorsitzender)Rolf Müller (stellv. Vorsitzender)Gabi Hattwich (stellv. Vorsitzende)

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