Fachleute diskutierten über die Zukunft der Pflege

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Fahrradrikscha: Viel Spaß hatte die Bundestagsabgeordnete Schulz-Asche nach der Diskussion bei der Fahrt mit der Fahrradrikscha ins Hotel, gut chauffiert von Einrichtungsleiterin Arabella Kienel.

Die Bundestagsabgeordnete Kordula Schuld-Asche sprach mit Vertreterinnen diverser Pflegeeinrichtungen über offene Fragen zum Thema Pflege.

Waldhessen. Wie wollen wir im Alter gepflegt werden? Wer kann uns pflegen? Die Pflege von – nicht nur alten – Menschen stellt für unsere alternde Gesellschaft eine Herausforderung dar, für die kreative und innovative Ideen erforderlich sind. Welche Versorgung bietet den optimalen Mix aus familiärer, professioneller und nachbarschaftlicher Unterstützung? Welche neuen Lebens- und Wohnformen unterstützen dies und wie muss Politik hier aktiv werden? Und vor allem: Wie können die Pflegeberufe attraktiver gemacht werden?

Darüber sprachen Vertreterinnen verschiedener Pflegeeinrichtungen und Angehörige mit Kordula Schulz-Asche, der Sprecherin für Gesundheitswirtschaft in der Grünen Bundestagsfraktion in der Residenz Ambiente. Vorangegangen waren Besuche in verschiedenen Pflegeeinrichtungen. „Der eigentliche Notstand ist das Fehlen von qualifizierten Bewerber für die Pflegeberufe“, beobachtet Schulz-Asche. Bis zum Jahr 2030 müssten in Hersfeld-Rotenburg über 60 Prozent mehr Personen in der Pflege beschäftigt werden, um den steigenden Bedarf zu decken. Das besagt der Hessische Pflegemonitor von 2015.

Demgegenüber steht eine nur geringe Anzahl an Bewerbungen, mit denen die bestehenden Stellen nur knapp besetzt werden können. Von unterschiedlichen Erfahrungen mit zugewanderten Bewerbern berichteten zwei Heimleiterinnen. Teilweise gebe es starke Sprachbarrieren, auf der anderen Seite machten Bewerberinnen dies mit besonderer Sorgfalt und Fürsorglichkeit wieder wett. „Zugewanderte sind durchaus eine Chance, die großen Lücken im Arbeitsmarkt gerade in diesem Bereich zu schließen“, so das Resümee.

„Das Hauptproblem liegt jedoch in den schwierigen Arbeitsbedingungen und der schlechten Bezahlung in der Pflege“, fasste Martina Selzer, Moderatorin und Grüne Direktkandidatin im Wahlkreis, zusammen. Dies führe zu einem schlechten Image der Pflegeberufe. Dabei gebe es viele Menschen, die diesen Beruf mit Herzblut und Leidenschaft ausübten.

„Die Arbeit muss endlich angemessen vergütet werden.“ Aus Sicht der Bewohner habe sich die Situation insbesondere in den Heimen jedoch deutlich verbessert, die meisten neueren Einrichtungen böten einen liebevoll umsorgten Lebensabend mit individueller Betreuung.

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