Ein Bär zu Gast auf der PhiFA 2017

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Uwe Kondziella (li.) bedankt sich für Dietmar Bärs Zeit, die PhiFA zu besuchen.

PhiFA 2017: Uwe Kondziella, Vorsitzender der Philippsthaler Werbegemeinschaft, tritt nach 17 PhiFAs zurück. Am Sonntag sorgte TV-Kommissar Dietmar Bär für zahlreiche Besucher im Festzelt.

Philippsthal. Ein Wochenende voller Aktionen und Emotionen: Am vergangenen Wochenende fand bereits zum 17. Mal die Philippsthaler Fachausstellung der Werbegemeinschaft Philippsthal statt. Fast 100 Fachhändler und Dienstleister aus der Region und aus Nachbarregionen präsentierten sich rund um das Schloss und in der Kreuzberghalle in Philippsthal.

In diesem Jahr hatte die offizielle Eröffnung am Samstag einen besonderen Beigeschmack, denn es war die letzte PhiFA mit Uwe Kondziella als ersten Vorsitzenden. Seine Eröffnungsrede war somit zugleich eine Ansprache zum Abschied, die nicht nur bei Kondziella für rührende Emotionsausbrüche sorgte.

„Als ich damals, 1999, den Platz als ersten Vorsitzenden der Werbegemeinschaft Philippsthal übernahm, hätte ich nicht gedacht, dass ich diese Aufgabe so lange Zeit machen würde“, so sein Einstieg in seine Rede. Es habe schöne und nicht ganz so schöne Stunden gegeben, doch er habe es immer gern gemacht. „Ich habe die PhiFA immer als mein Baby bezeichnet, denn mein Herz hängt an der PhiFA“, so Kondziella weiter.

Bereits seit einiger Zeit habe der erste Vorsitzende mit gesundheitlichen Problemen zu kämpfen – das führte dazu, dass die PhiFA 2017 zwischenzeitlich sogar am seidenen Faden gehangen habe.

Dank vieler helfender Hände und Unterstützung von allen Seiten entstand auch dieses mal wieder eine grandiose PhiFA. Um sich nun auf seine Gesundheit zu konzentrieren und um seiner Familie mehr Zeit widmen zu können, ziehe er sich deshalb von seinem Posten zurück.

Philippsthals Bürgermeister Ralf Orth, Landrat Dr. Michael Koch und Landtagsabgeordneter Torsten Warnecke lobten die stets gelungenen und immer größer gewordenen Fachausstellungen der Werbegemeinschaft Philippsthal und bedankten sich bei Kondziella für seine ausgezeichnete Arbeit, die er 19 Jahre als erster Vorsitzender geleistet hat. „Ohne Uwe Kondziella wäre die PhiFA nicht das, was sie heute ist“, so Dr. Koch.

Zur Bildergalerie des Samstags geht es hier entlang.

Freddy Schenk alias Dietmar Bär als Stargast

Vielen bekannt als Freddy Schenk vom Kölner Tatort wurde Schauspieler Dietmar Bär am Sonntag zur PhiFA 2017 auf die Bühne im Festzelt eingeladen. Ebenfalls mit auf der Bühne zum Gespräch waren Uwe Kondziella, Bürgermeister Ralf Orth, Andreas Nennstiel, Michael Wollweber (Vorstand der Raiffeisenbank Werratal-Landeck), Heike Hartmann (ab Juli ebenfalls Vorstand der Raiffeisenbank Werratal-Landeck) sowie Moderator Jan Kunath.

Alle Anwesenden stellten Bär, der schon mit 13 begann, Krimis zu schauen, Fragen. So ging es zu Beginn um Bärs Beruf, die Schauspielerei: „Viele Schauspieler sind arbeitslos. Es ist reine Glückssache, wenn man beschäftigt wird. Als ich damals beim Tatort anfing, hätte ich nicht gedacht, dass ich 2017 noch immer TV-Kommissar bin“, freute sich Bär, doch gibt es auch negative Seiten am Beruf: „Eine Folge Tatort drehen wir aktuell in 23 Drehtagen, was ich als sehr wenig empfinde. Andere Teams kommen auch mit 20 aus, jedoch leidet meiner Meinung nach die Qualität stark unter der verkürzten Zeit“, gab Bär zu Bedenken.

Pro Drehtag würden rund sechs Minuten einer fertigen Folge gedreht, wodurch sich der zu lernende Text in Grenzen hält. Dennoch sehe er einige seiner Kollegen öfter, als seine eigene Frau. Nennstiel wollte von Bär wissen, was es braucht, um im TV eine Leiche zu spielen. Darauf erwiderte der Schauspieler, dass es weitaus mehr braucht, als ein paar Bewerbungsfotos einer durchzechten Nacht.

„Es kann sehr schwer sein, lange Zeit regungslos dazuliegen, die Augen nicht zu bewegen und so gut es geht, nicht zu atmen“, weiß Bär, was Kunath aufgrund einer kleinen Rolle in seiner Vergangenheit bestätigen kann.

Zum Abschluss hatte Kunath noch etwas Besonderes für Bär vorbereitet: Kunath fing einige Sätze an, die Bär beenden sollte.

So rückte er unter anderem mit der Info heraus, dass er Deutschlehrer geworden wäre, falls es mit der Schauspielerei nicht geklappt hätte. Schließlich ist ihm Sprache an sich sehr wichtig. Nach der Schauspielerei will er eine Winzerkarriere starten. In seiner Freizeit widmet er sich den schönen Dingen des Lebens und sein größter Wunsch ist es, gesund und glücklich zu leben. Doch für besonderes Aufhorchen und Beifall sorgte seine unverblümte Art auf Kunaths Satzbeginn „Donald Trump ist...“ mit den Worten „...ein Sicherheitsrisiko“ zu antworten.

Zur Bildergalerie des Sonntags geht es hier entlang.

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