Planspiel im Bundestag

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Michael Roth MdB (links) und Elisa Füllgraf aus Germerode, die beim Planspiel „Jugend und Parlament“ vier Tage lang in die Rolle einer Abgeordneten schlüpfte.

Elisa Füllgraf aus Germeroderin rückte für ein Planspiel von der Schulbank in den Plenarsaal

Berlin. Für Elisa Füllgraf schloss sich in Berlin ein Kreis: „Mit 16 Jahren bin ich in die SPD eingetreten. Gerechte Politik in Berlin zu machen – das war und bleibt mein Ziel.“

Auf Einladung des Bundestagsabgeordneten Michael Roth nahm die 20-jährige Germeroderin am Planspiel „Jugend und Parlament“ im Deutschen Bundestag teil. Gemeinsam mit 310 Jugendlichen aus ganz Deutschland blickte sie vier Tage lang in der Hauptstadt hinter die Kulissen des Parlaments. Die Jugendlichen übernahmen bei dem Planspiel die Rollen von Abgeordneten und organisierten sich in Fraktionen, Arbeitsgruppen und Ausschüssen. Sie berieten über Gesetze, trafen sich zu Fraktionssitzungen und Debatten im Plenarsaal des Bundestags, den normalerweise nur Abgeordnete betreten dürfen. Kontrovers diskutierten die Nachwuchs-Abgeordneten über Themen wie die Festschreibung von Deutsch als Landessprache im Grundgesetz, die Einführung bundesweiter Volksabstimmungen oder die Beteiligung deutscher Soldaten an einer Militäroperation im fiktiven Staat Sahelien.

„Die Themen sind brisant und spielen eine wichtige Rolle in der aktuellen politischen Debatte. Die Jugendlichen bekommen damit einen guten Einblick in den Alltag eines Parlamentariers“, so Europa-Staatsminister Michael Roth. „Es ist spannend und gleichzeitig aufwändig, die unterschiedlichen Standpunkte und Ansichten in einem Gesetz zusammenzubringen“, zeigt sich Elisa sichtlich beeindruckt. „Vor allem in der Schlussdebatte am letzten Tag waren die Diskussionen sehr hitzig. Ich war im Umweltausschuss und beschäftigte mich zugleich mit der Integrationsfrage. Bei diesen komplexen Themen war es ein langer Weg bis hin zu einem mehrheitsfähigen Beschluss“, erzählte Elisa von ihren Eindrücken. Auf die Frage, welche neuen Ziele Elisa nun verfolgt, antwortete sie kurz und prägnant: „Ich möchte Jura und Französisch studieren. Mit den dort erlernten Kompetenzen kann ich zur weiteren europäischen Integration beitragen.“

Zum Abschied traf Elisa noch Michael Roth, der sich über den Besuch aus seinem Wahlkreis freut: „Die Jugendlichen können erleben, wie vielschichtig und fordernd der politische Alltag eines Abgeordneten ist. Es ist mir eine Freude, wenn ich Jugendlichen dabei unterstützen kann, selbst Verantwortung für ihr Umfeld und unsere Gesellschaft zu übernehmen.“

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