A 44: Posch hat unterzeichnet, der nächste Abschnitt kann gebaut werden...

Sontra. "Ich bin gerne nach Sontra gekommen – Wir befinden uns jetzt sozusagen auf der Zielgeraden", so äußerte sich Verkehrsminister Di

Sontra. "Ich bin gerne nach Sontra gekommen – Wir befinden uns jetzt sozusagen auf der Zielgeraden", so äußerte sich Verkehrsminister Dieter Posch am Donnerstag im Sontraer Rathaussaal, um hier den Planfeststellungsbeschluss für den Teilabschnitt 40.2 der A 44 von Hoheneiche bis Sontra – Anschlussstelle Nord zu unterzeichnen.

"Die Genehmigung des achten von insgesamt elf Abschnitten zeigt, dass es mit diesem bedeutenden Infrastrukturprojekt weiter vorangeht", sagte Posch. Und: "Dies ist für mich kein reiner Verwaltungsakt." Sein Besuch in Sontra war eher ein Festakt. Vertreter des Sontraer Parlaments waren ebenso gekommen wie Dr. Walter Lübcke (Regierungspräsident Kassel), Stefan Reuß (Landrat Werra-Meißner), Lothar Quanz (Vizepräsident des Hessischen Landtags) sowie die Bundestagsabgeordneten Dirk Landau und Dieter Franz.

Das ASV (Amt für Straßenverkehrswesen Eschwege) und ,Hessen Mobil Straßen- und Verkehrsmanagement’ – wie die Hessische Straßen- und Verkehrsverwaltung (HSVV) mit Sitz in Wiesbaden seit dem 1. Januar heißt, hatten Kartenmaterial mit dem Verlauf der künftigen A 44 ausgestellt. Vier Teilabschnitte befinden sich aktuell im Bau, ein Teilabschnitt ist fertig.

Posch betonte, dass mit der A 44 das letzte Verkehrsprojekt Deutsche Einheit realisiert und eine Lücke im Netz der Bundesautobahnen auf der Achse Ruhrgebiet-Kassel-Dresden geschlossen würde. Sie verbinde von Kassel aus die A 7 mit der A 4 bei Wommen und werde damit auch die wirtschaftliche Entwicklung des Werra-Meißner-Kreises fördern. Der Minister bedankte sich ausdrücklich bei allen Beteiligten, Politikern, Bürgern und Fachleuten für Ihr Engagement.

Von insgesamt 5,4 Kilometern werden rund 1,7 Kilometer des Teilabschnitts 40.2 durch den Tunnel Boyneburg geführt. Durch zwei Talbrücken werden zudem die Flüsse Netra und Ulfe gequert. Der Stadtteil Sontra-Wichmannshausen wird durch den Tunnel, die Gemeinde Hoheneiche durch einen Erdwall von Lärm abgeschirmt. "Mit dem 1,7 Kilometer langen Tunnel Boyneburg werden wir hier den zweitlängsten Tunnel an der gesamten A 44 bauen", sagte Posch.

Nach Fertigstellung dieses Abschnitts soll der Verkehr auf der B7/B27 zwischen Wehretal und Sontra um rund 90 Prozent vermindert werden. Die Kosten für diesen Teilabschnitt sind mit insgesamt rund 180 Millionen Euro veranschlagt.

Nach dem offiziellen Teil ging Posch auch auf einzelne Fragen ein, insbesondere zum Thema ,Spitzkehre’ bekräftigte er seine Überzeugung, dass nur mit dieser Trassenführung die anliegenden Gemeinden ausreichend entlas­tet würden und auch Eschwege profitiere. Obwohl Posch die A 44 als eine der umweltverträglichsten Autobahnen bezeichnete, befürchtet er auch hier eine erneuete Klage.

HIER die Karte nochmal als PDF

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