Pressemitteilung der Gewerkschaft ver.di - Deshalb wird gestreikt:

+
Schon seit dem diesjährigen Frühjahr kämpft die Gewerkschaft ver.di für die Aufnahme von Tarifverhandlungen. Foto: archiv

In einer Pressemitteilung reagiert ver.di auf die vergangenen Berichte und erklärt die Absichten im Kampf gegen den Versandriesen Amazon.

Bad Hersfeld. Pünktlich zum Streik in der Bad Hersfelder Innenstadt reagiert die Gewerkschaft ver.di auf die vergangene Berichterstattung und erklärt das Vorgehen gegen den Versandriesen Amazon:

Die meisten Menschen bei Amazon arbeiten, um ihren Lebensunterhalt zu verdienen. Da sind Sommerfeste, Halloween-, Weihnachtsaktionen und Preisausschreiben zwar eine willkommene Abwechslung und tragen zum Betriebsklima bei – ersetzen aber nicht regelmäßige Lohnerhöhungen.Die Belegschaft ist wie in vielen Betrieben gespalten: Da gibt es diejenigen die zufrieden sind – auch mit ihrem Gehalt, weil Sie ja schließlich noch einen  Job auf 450-Euro Basis nebenbei haben und es so zum Leben reicht, oder weil sie Wohngeld oder ­sonstige staatliche oder familiäre Unterstützung bekommen und diejenigen, die mit immer weiteren Aktivitäten die aktuelle Situation  schon verbessert haben, weiter verbessern wollen und für tarifvertraglich gesicherte Löhne und Gehälter kämpfen.Die  in der Gewerkschaft organisierten Mitglieder wissen, dass die Regeln in Deutschland in Gesetzen, Verordnungen und Richtlinien vereinbart sind. Die gesetzliche Grundlage für Tarifverträge ist das Tarifvertragsgesetz.

Darin steht, dass die Gewerkschaft – als Mitgliederorganisation der Arbeitnehmer – mit einzelnen Arbeitgebern und/oder Arbeitgeberverbänden Tarifverträge abschließt.  Die Forderung der Mehrheit der Beschäftigen (ver.di Mitglieder) nach einem Tarifvertrag basiert also auch auf einer gesetzlichen Grundlage.

Den Gewerkschaftlern ist klar, dass Arbeitgeber gern nach Gutsherrenart bestimmen, welche Löhne sie zahlen oder welche Arbeitszeiten bei Ihnen gelten. Deshalb vereinbaren Gewerkschaften gern Flächen- oder Branchentarifverträge, damit die Konkurrenz der Unternehmen nicht auf dem Rücken der Beschäftigten – über Löhne und Gehälter – ausgetragen wird sondern über Qualität der Angebote und Dienstleistungen. Die Gewerkschaft ver.di handelt mit und für ihre  Mitglieder als Teil eines großen Ganzen.Auf jede Aktion der Gewerkschaft erfolgt eine Reaktion. Es freut uns, dass alle Beschäftigten bei Amazon in diesem Jahr ein unverbindliches Weihnachtsgeld erhalten haben. Wir streiten weiter für einen Tarifvertrag, der die Branche Versandhandel unterstützt  und unter anderem das Weihnachtsgeld verbindlich regelt, damit es auch im  nächsten Jahr gezahlt wird.

Nur weil wir für bessere Bedingungen streiken, produzieren wir noch keine schlechte Presse. Lassen Sie uns weiter die demokratischen Rechte nutzen, damit am Ende ein Tarifvertrag auch bei Amazon vereinbart wird.Die Streiks können beendet werden, wenn die Verhandlungen beginnen. Nach den Regeln ist Amazon in der Verantwortung und wenn Ama-zon jetzt nicht den Nutzen für Kunden erkennt, erkennen immer mehr  Beschäftigte den Nutzen für sich und kämpfen dafür.

Das könnte Sie auch interessieren

Meistgelesene Artikel

A7: Holztransporter steht in Flammen

Der Fahrer konnte sich zwar rechtzeitig in Sicherheit bringen, erlitt aber ein leichte Rauchgasvergiftung.
A7: Holztransporter steht in Flammen

Die Gewinner der Lions-Adventskalender am 5. Dezember 2019

Die Gewinn-Nummern für Donnerstag, 5. Dezember.
Die Gewinner der Lions-Adventskalender am 5. Dezember 2019

Band "Madsen" kommt auf das Haune-Rock Festival

Bei der "Winter-Rakete" wurde kürzlich ein Teil des Line-Up bekannt gegeben.
Band "Madsen" kommt auf das Haune-Rock Festival

Die Gewinner der Lions-Adventskalender am 4. Dezember 2019

Die Gewinn-Nummern für Mittwoch, 4. Dezember
Die Gewinner der Lions-Adventskalender am 4. Dezember 2019

Kommentare

Hinweise für das Kommentieren

Von Mo. bis Fr. in der Zeit von 18 bis 9 Uhr und am Wochenende werden keine neuen Kommentare freigeschaltet.
Bitte bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht.