Außerhalb Bad Hersfelds radelt es sich bestens

KA-Volontär Daniel Kolb spricht über seine Erfahrungen mit den Radwegen rund um Bad Hersfeld, aber vor allem über den Zustand der Radwege in der Stadt.

Bad Hersfeld. Die Radwege rund um Bad Hersfeld sind schon ganz besonders schön. Da ich die Fahrten mit den geliehenen E-Bikes von Angelika Riebold machte, konnte ich die Region Waldhessen in einigen Ecken erkunden – und das idealerweise ohne dabei jemals außer Puste zu kommen. Natürlich war die Anstrengung vom Fahren zu spüren, aber die Strecken waren schneller absolviert, als mit einem regulären Fahrrad und auch Steigungen waren kein Problem mit durchschnittlicher Geschwindigkeit.

Ein Wermutstropfen bei den Fahrten – sowie auch allgemein bei kleineren Erledigungen innerhalb Bad Hersfelds – ist aber der teilweise Zustand der Radwege innerorts. Klar muss man mal auf der Straße fahren, aber an einigen Stellen wäre mehr Platz doch wünschenswert. Sind Radweg und Fußgängerweg etwa nebeneinander angeordnet, kann man entgegenkommenden Fahrern leicht ausweichen. Problematischer wird dies aber an der Reichsstraße gegenüber vom Kino. Der Fahrradweg ist dort so eng, dass man anhalten muss und sich entweder Richtung Straße oder Gebüsch lehnt, damit ein entgegenkommender Fahrer vorbei kann. Apropos Gebüsch: Die Fahrt an diesem Stück wird zu einem kleinen Hindernisparcours, wenn man sich unter abstehenden Ästen hindurchducken muss. Eine weiteres Problem tritt auf, wenn etwa bei der Bismarckstraße neben der Auffahrt zur Hochbrücke Fußgänger auf dem Radweg laufen und eine Ausweichmöglichkeit fehlt.

Alles in allem kann man als Radfahrer in der Region aber schon sehr zufrieden sein. Wenn ich an meine Heimat zurückdenke, lassen sich durch Wurzeln der nebenstehenden Bäume auch heute noch einige Wege als kleine Buckelpisten bezeichnen. Auch asphaltierte Radwege außerorts nutzen zu können, ist keine Selbstverständlichkeit. Wenn in Zukunft über einen breiteren Radweg an der Reichsstraße sowie regelmäßigeren Grünschnitt nachgedacht würde, wäre schon viel gewonnen für die ganzjährlichen Stadtradler.

Rubriklistenbild: © Arne Dedert/dpa

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