Raiffeisenbank Asbach-Sorga und Burghaun planen Fusion

Thomas Hüttner (li.) und Hartmut Schenk vom Vorstand der Raiffeisenbank eG Asbach-Sorga.

Fusiongedanke beider Banken: Im Fokus stehe die Nähe und das Vertrauen zu den Kunden.

Asbach/Burghaun. Seit geraumer Zeit beschäftigen sich die Vorstände der Raiffeisenbank eG Asbach-Sorga Thomas Hüttner und Hartmut Schenk sowie Carsten Glebe, alleiniger Vorstand der Raiffeisenbank Burghaun eG, gemeinsam mit den Aufsichtsräten, um die zukünftige Entwicklung und Ausrichtung beider Banken. Unter Berücksichtigung der aktuellen Lage am Bankenmarkt, wiesen Hüttner und Glebe, auf das sich weiter verschärfende Niedrigzinsumfeld, extrem hohe Aufwendungen im Bereich der Regulatorik sowie die Digitalisierung und EU-Harmonisierung hin. Dies alles seien Faktoren, die eine kleine Bank künftig vor noch höhere Anforderungen stellt. Daher blicke man nach allen Seiten und Möglichkeiten und halte auch den Zeitpunkt für eine Fusion zweier mittelständischer Banken notwendig, um Synergien wirksam zu nutzen, Marktbereiche gezielt zu vereinen und als vertrauter Partner gemeinsam in und für die Region zu bestehen.

Die dezentrale Struktur – unter Beachtung des Regionalprinzips – bewirkt ein besonders enges und vertrautes Verhältnis zwischen den Mitgliedern und Kunden und den beiden Raiffeisenbanken, was stets sehr geschätzt und als hohes Gut in der schnelllebigen Zeit angesehen wird. „Durch die räumliche Nähe schaffen wir zudem ein engeres und sozialeres Verhältnis, als große Banken dies tun, und dass im Sinne einer echten Partnerschaft. Diese Nähe unserer Genossenschaft zu unseren Mitgliedern/Kunden erleichtert auch die Anpassung unserer geschäftspolitischen Maßnahmen an die Bedürfnisse unserer Kundschaft.“

Die Vorteile des Leistungsstandards einer Großbank oder Sparkasse verschaffen eine Verschmelzung auf Augenhöhe, ohne jedoch die speziellen Nachteile einer Großbank oder Sparkasse in Kauf nehmen zu müssen. Die damit einhergehende Intensivierung des Verbundes, mit stärkerer Partnerschaft zwischen Ortsbank und Verbundunternehmen sichert zukünftig auch weiterhin die Vorteile der genossenschaftlichen Struktur zum Nutzen für die Mitglieder und Kunden – nah und vertraut, erklären die drei Vorstände. Durch die organisationspolitische und betriebswirtschaftlich zweckmäßige Verschmelzung mit der beider Banken und Beachtung unserer genossenschaftlichen Kriterien sind zahlreiche positive Auswirkungen zu erreichen, so Thomas Hüttner.

Höheres Eigenkapital und höhere Ertragskraft schaffen zukünftig bessere Voraussetzungen für bauliche und vor allem technische Investitionen in Bezug auf den Megatrend Digitalisierung. Die Dienstleistungsgeschäfte, vor allem die Vermittlungsgeschäfte mit unseren Verbundpartnern lassen sich noch fachkundiger und intensiver zum Wohle unserer Mitglieder und unserer Kundschaft betreiben. Das Personal und die Zweigstellen bleiben garantiert erhalten und zudem schaffen wir Raum für neue Arbeitsplätze, betont Carsten Glebe. Die modernen Informations- und Kommunikationssysteme kommen effizienter zum Einsatz.

Größere Leistungsfähigkeit wird zukünftig durch eine sinnvolle Arbeitsleistung und Zentralisierung von Arbeitsvorgängen und Funktionen ebenso erreicht. Hartmut Schenk verweist generell auf eine bessere Kostenstruktur, die mit der gestiegenen Betriebsgröße verbunden ist. Kostendegression und Kosteneinsparungen in Bezug auf Outsourcing verschiedener Bereiche können vermieden werden, durch die Zusammenlegung von Stabsabteilungen. Die heutigen Qualitätsanforderungen können verstärkt und gemeinsam mit der Raiffeisenbank Burghaun eG erfüllt werden, so der Bankvorstand.

Für gemeinsame Gespräche im Vorfeld stehen die Vorstände jederzeit gern zur Verfügung und freuen sich über konstruktive Gespräche und regen Input der Mitglieder und Kunden. Fest steht, auf den beiden Generalversammlungen in 2019 soll über einen Zusammenschluss zwischen beiden Raiffeisenbanken abgestimmt werden.

Dies geschieht wenn im Vorfeld die Sondierungsgespräche ein adäquates Ergebnis erzielen, welches den Erwartungen von Vorständen, Aufsichtsräten, Mitarbeitern und Mitgliedern in vollem Umfang und Vertrauen entspricht, denn Henry Ford beschreibt es so treffend: „Das Geheimnis des Erfolges ist, den Standpunkt des Anderen zu verstehen.“

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