Klinikum Bad Hersfeld investiert in Brandschutz

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Die Rauchverschlüsse helfen der Feuerwehr, die Verbreitung gefährlicher Brandgase zu verhindern.

Der Rauchverschluss ist ein nicht brennbares Tuch, das in einem Türrahmen befestigt wird, um etwa Brandgase innerhalb eines Raumes zu halten.

Bad Hersfeld. Den Feuerwehren der Städte Rotenburg und Bad Hersfeld wurden vom Geschäftsführer des Klinikum Bad Hersfeld Martin Ködding je ein mobiler Rauchverschluss im Wert von 800 Euro pro Gerät übergeben. Bad Hersfelds Stadtbrandinspektor Frank Jakob und sein Rotenburger Amtskollege, der stellvertretende Stadtbrandinspektor Dirk Riemenschneider waren zur Übergabe gekommen. Der Brandschutzbeauftragte des Klinikums Torsten Wennemuth führte einen der beiden Rauchverschlüsse auch gleich praktisch vor.

Klinikum Geschäftsführer Martin Ködding bedankte sich bei den beiden Feuerwehren für die Schnelligkeit und die große Zuverlässigkeit bei Einsätzen und bei Alarmen von Brandmeldeanlagen, am Klinikum in Bad Hersfeld, der Klinik am Hainberg, der Orthopädie und dem HKZ in Rotenburg. Dafür zollte er den beiden Feuerwehren seinen allerhöchsten Respekt und Anerkennung.

Wie die Rauchverschlüsse verwendet werden

Die Rauchverschlüsse bestehen aus einem nicht brennbaren Tuch, das in einem Metallrahmen befestigt ist. Dieser Rahmen wird mit einer Spreizstange in einem Türrahmen gespannt und das herabhängende Tuch verschließt die Türöffnung auch dann weitgehend, wenn die dazugehörende Tür geöffnet wird. Da die Feuerwehr in geduckter Haltung in brennende Räume vorgeht, wird so nur im unteren Bereich der Tür der Rauchverschluss geöffnet.

Die heißen Brandgase befinden sich dagegen überwiegend oben an der Zimmerdecke und könne damit kaum aus dem Raum entweichen Wird der mobile Rauchverschluss in Kombination mit taktischer Belüftung eingesetzt, steigert dies weiter die Effektivität.

In diesem Fall entweicht praktisch kein Rauch mehr durch die Tür. Dabei ist jedoch zu beachten, dass dafür auch eine Abluftöffnung im verrauchten Bereich vorhanden sein muss. Ziel dieser Technik ist es, die heißen Brandgase aus anderen Räumen oder gar Treppenhäusern herauszuhalten.

Die giftigen und auch ätzenden Bestandteile des Qualms werden dadurch für Anwohner und Sachwerte nicht gefährlich. Insbesondere rauchfreie Treppenräume sind für die Rettung von Menschen bei Gebäudebränden sehr wichtig. Weiterhin könnten heiße Gase sich auch weiter oben im Gebäude ansammeln und eventuell an anderer Stelle einen weiteren Brand verursachen.

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