Reinhard Grau: „Täuschungsversuche gehen weiter“

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Variante 1 wurde in der Vorplanung ausgewaehlt.

Zum Bürgerentscheid zur Ortsumgehung Lispenhausen:Die Gegner der Umgehungsstraße rüsten zum Endspurt. Dabei gehen ihre Leserbriefe zum Teil so weit

Zum Bürgerentscheid zur Ortsumgehung Lispenhausen:

Die Gegner der Umgehungsstraße rüsten zum Endspurt. Dabei gehen ihre Leserbriefe zum Teil so weit am Thema vorbei, dass sie nicht mal gedruckt werden und nur online zu lesen sind.

Warum eine Umgehungsstraße?Neueste Untersuchungen haben ergeben, dass trotz Katalysatoren und Rußfiltern in modernen Kraftfahrzeugen die Gesundheitsgefährdung kaum weniger geworden ist. Das hängt damit zusammen, dass durch die bessere Verbrennung der Kraftstoffe die Schadstoffteilchen so klein geworden sind, dass kein Filter sie zurückhalten kann. Durch ihre geringe Größe gelangen sie sogar mühelos durch die Schutzvorrichtungen von lebenden Zellen, in denen sie Krebs auslösen können.

Im Artikel 2 des Grundgesetzes ist für jeden Menschen das Recht auf Leben und körperliche Unversehrtheit festgeschrieben. Um ein Maß für die Gesundheitsgefährdung durch Abgase von Kraftfahrzeugen zu bekommen, führt der Gesetzgeber auf Fernverkehrsstraßen regelmäßig Verkehrszählungen durch. Nur wenn eine erhebliche Gesundheitsgefährdung besteht, ist der Gesetzgeber verpflichtet, Abhilfe zu schaffen. Umgehungsstraßen sind nur möglich, wenn die örtlichen und die finanziellen Möglichkeiten es zulassen. In Lispenhausen sind alle drei Bedingungen erfüllt.Wer ist betroffen und hat damit ein Recht auf Abhilfe?Am stärksten betroffen sind die direkten Anwohner der Bundesstraße. Weil sich die Schadstoffe aber im ganzen Ort verteilen, sind alle Bewohner von Lispenhausen betroffen. Viele Kinder und Jugendliche müssen auf dem Weg zur Schule oder zu Freunden jeden Tag an der Bundesstraße entlang laufen und sie auch überqueren, was ebenfalls gefährlich ist.

Wer ist in dieser Sache nicht betroffen?Wissenschaftliche Untersuchungen haben ergeben, dass die Umgehungsstraße keinen nennenswerten Einfluß auf die Hochwassersituation in Rotenburg hat. Damit sind Rotenburg und alle anderen Ortsteile nicht direkt betroffen. Warum auch dort Stimmen gegen die Umgehungsstraße Lispenhausen gesammelt werden durften und warum auch dort abgestimmt werden soll, kann ich nicht nachvollziehen.

Welche Rechte und Pflichten haben die Gegner der Umgehungsstraße Lispenhausen?Die Gegner hatten das Recht, auf der Basis ihrer Argumente einen Bürgerentscheid anzustreben. Der größte Teil ihrer Argumente wurde bereits in der ersten Bürgerversammlung widerlegt. Das Gleiche galt für Dinge wie Aussicht, Fahrrad- und Hundewege und so weiter. Ihr Vorschlag, eine Ortsumgehung um Rotenburg durch Tunnel und über Brücken im Bereich zwischen Alheimer und Alter Turm durch Waldgebiete- und dann weiter im Bereich Schwarzenhasel/Erkshausen zur B27 zu bauen, zeigt ihre wahre Beziehung zur Natur. Sich vor diesem Hintergrund als "Retter der Fuldaaue" zu präsentieren, ist einfach nur unverschämt.

Die geplante Umgehungsstraße verläuft 100 Meter vom Rand des Dorfes und in mindestens der gleichen Entfernung zum Naherholungsgebiet Fuldaaue (Fischteiche). In Bebra kann man sich ansehen, wie unauffällig sich eine Umgehungsstraße in die Landschaft einfügt und von Lispenhausen kommend fährt man unter einer Brücke hindurch, welche gleichzeitig Eisenbahngleise überspannt. Hat dort schon mal jemand das Schrechensgespenst gesehen, vor dem die Gegner der Umgehungsstraße warnen?

Mit vielen Rechten sind aber auch Pflichten verbunden. Zu den ständigen Pflichten gehört die Bewertung des eigenen Handelns im Verhältnis zu den Folgen. Wer ohne Angabe von nachvollziehbaren Gründen anderen Menschen Krankheit und Tod zumutet, handelt ethisch und moralisch verwerflich.

Warum sind Rotenburg und die anderen Ortsteile jetzt doch betroffen?

Rotenburg inklusive aller Ortsteile haben den finanziellen Rettungsschirm in Anspruch genommen, was sich bereits in erheblichen Gebührenerhöhungen und Leis­tungseinschränkungen von städtischen Einrichtungen ausgewirkt hat. Der nicht begründete Bürger­entscheid wird wohl weit über zehntausend Euro kosten und dieses Geld wird in den Kindergärten und Vereinen fehlen.Ein weiteres wichtiges Argument für die Umgehungsstraße Lispenhausen ist die geplante Anbindung des Rotenburger Industriegebietes und des Kasernengeländes über eine dritte Fuldabrücke. Rotenburg hat nur eine Zukunft, wenn dort neue Firmen angesiedelt werden können (Gewerbeeinnahmen und Arbeitsplätze).

Warum sollte man unbedingt zur Abstimmung gehen?Die Gegner der Umgehungsstraße Lispenhausen haben auf ihrem Weg zum Bürgerentscheid viele Menschen belogen, um ihre Unterschriften zu bekommen und Menschen beschimpft, die nicht ihrer Meinung waren. Sie nehmen aus niederen Beweggründen Krankheit und Tod ihrer Mitmenschen in Kauf. Jetzt, wo es um die Abstimmung geht, suchen sie wieder den Schulterschluss mit eben diesen Mitmenschen und tun so, als wäre nichts geschehen. Sie haben ohne die Nennung  stichhaltiger Gründe erhebliche Kosten verursacht, welche den sozialen Einrichtungen in Rotenburg und den Ortsteilen fehlen werden und sie schaden der wirtschaftlichen Entwicklung von Rotenburg.Bitte nehmen Sie sich die Zeit, zur Abstimmung zu gehen (Bürgerentscheid) und achten Sie bitte genau darauf, was Sie ankreuzen.

"JA" bedeutet gegen die Umgehungsstraße     (für den Antrag der Gegner)

"NEIN" bedeutet für die Umgehungsstraße     (gegen den Antrag der Gegner)

Bitte stimmen Sie mit "NEIN" gegen den Antrag der Gegner, den Beschluss der Stadtverordneten aufzuheben und damit dem menschenverachtenden Verhalten der Gegner eine klare Absage zu erteilen.

Reinhard Grau, Lispenhausen

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