Verschiedene Kulturen, ein gemeinsames Ziel: Respekt in Sport und Gesellschaft

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Zur Auftaktveranstaltung "Respekt im Sport" in der Hessischen Erstaufnahmeeinrichtung in Rotenburg waren unter anderem Ministerpräsident Volker Bouffier und viele prominente Sportler zu Gast.

Rotenburg. „Respekt im Sport“ lautete das Motto der Auftaktveranstaltung in der HEAE in Rotenburg am vergangenen Samstag. Sie fand im Rahmen der Initiative „Hessen lebt Respekt“ statt, wobei Toleranz und Respekt im Umgang miteinander im Mittelpunkt stehen. Neben Ministerpräsident Volker Bouffier, Staatsminister Stefan Grüttner, dem Präsidenten des Landessportbundes Dr. Rolf Müller und Bürgermeister Christian Grunwald waren zahlreiche prominente Gäste aus Sport und Politik geladen, um sich zum Thema „Respekt“ zu äußern und die Initiative zu unterstützen. „Wie können wir Flüchtlinge am besten integrieren? Und zwar mit Sport, denn dort sind Fairness und Teamgeist gefragt. Diese Punkte sind wichtig, um sich in der Gesellschaft zurecht zu finden“, erklärte Grüttner, Minister für Soziales und Integration, in seiner Eröffnungsrede. Bürgermeister Grunwald erinnerte sich in seiner Ansprache an August 2015, als sie die letzten Betten aufbauten und die Liegenschaft bezogen wurde: „Damals sagte unsere Kanzlerin, wir schaffen das. Und heute kann ich sagen, ja, wir haben es in Rotenburg geschafft.“ Außerdem sei er sehr erfreut, dass das Regierungspräsidium stets Wort gehalten hat und für Unterstützung gesorgt hat.

Im Vordergrund standen zur Auftatktveranstaltung die sportlichen Aktivitäten der Flüchtlinge: Sie spielten Volleyball mit den Volleyballern der TG Rotenburg, und Basketball mit den Bundesliga-Basketballerinnen BC Marburg. Beide Mannschaften demonstrierten, wie ein respektvoller Umgang Miteinander trotz eines engagierten Wettstreits um Siege und Punkte gelingt. Auch im Kampfsport hat Respekt einen hohen Stellenwert, wie eine Esdo-Gruppe des Gesundheits- und Selbstverteidigungssports mit ein paar Übungen demonstrierte. Die Kleinsten konnten sich beim Kinderturnen der TG Lispenhausen austoben. Der sportliche Mittelpunkt war das Fußballspiel zwischen dem Team Refugees Rotenburg, einer Auswahl an Flüchtlingen der HEAE Rotenburg, und einer Hessenauswahl des Behinderten- und Rehabilitations-Sportverbandes e.V. Letztere wurden von der Trainerlegende Dragoslav Stepanovic betreut.

Um den Fußball zum Anpfiff ins Spiel zu bringen haben sich die Organisatoren ein echtes Highlight einfallen lassen: Zwei frühere Olympia-Teilnehmer, Kunstturner Eberhard Gienger und die deutsche Schwimmerin Annika Mehlhorn, wagten einen Fallschirmsprung und landeten mit dem Fußball auf einer makierten Stelle, inmitten des Spielfeldes. „Wenn man dort oben steht, kurz vor dem Absprung, da wird einem ganz anders. Aber als sich der Schirm erstmal geöffnet hatte, konnte ich die tolle Aussicht genießen“, freute sich Mehlhorn nach ihrem Tandemsprung. Direkt nach ihrer Landung wurden die beiden Sportler von Ministerpräsident Bouffier in Empfang genommen. „Wir haben uns für der Initiative ‘Hessen lebt Respekt’ entschieden, weil wir glauben, Respekt ist unverzichtbar. Respekt ist die Grundlage eines erfolgreichen und friedlichen Zusammenlebens“, so Bouffier, der die Respekt-Kampagne unterstützt.

In einer Diskussionsrunde thematisierten Behzad Borhani von der Sportjugend Hessen, Heide Aust vom Hessischen Basketballverband und Thomas Baader, Leiter der HEAE Rotenburg, sowie Kickboxer Atilla Tuluk und Fußballschiedsrichter Abdelkader Boulghalegh, was es bedeutet, Respekt zu leben. „Respekt bedeutet in erster Linie, die Menschen so zu akzeptieren, wie sie sind“, äußerte sich Borhani. Aust zollte der Flüchtlingsarbeit in Rotenburg mit einer besonderen Geste Respekt: Sie überreichte einen Sack voller neuer Basketbälle, die der Hessische Basketballverband der HEAE spendierte.

Zum Ende der Veranstaltung gab es eine große Siegerehrung, als Anerkennung für die sportliche Leistung aller Teilnehmer. Der Ministerpräsident ließ es sich nicht nehmen, die Siegerehrung selbst durchzuführen.

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