Retter der Artenvielfalt

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Erstmals hat die Kreisbiodiversitätskonferenz getagt. Ziel der Naturschützer ist es, dem Artenschwund im Kreis entgegenzuwirken.

Bad Hersfeld. Das Bild des Landkreises wird geprägt von Wiesen und Wäldern, Ackern und Feldern – nicht umsonst wird Hersfeld-Rotenburg auch Waldhessen genannt. Trotzdem ist die biologische Vielfalt (Diversität) an vielen Orten erschreckend gering. So habe sich die Population einiger Agrarvogelarten seit 1994 mehr als halbiert. Ein Verband aus Naturschützern, Vertretern des RP Kassel und der Hessischen ­Landesregierung will dies mit konkreten Maßnahmen ändern.  Erstmals tagte jetzt die Kreis-Biodiversitätskonferenz.

In Waldhessen gibt es 32 Tier- und Pflanzenarten, deren ­Erhalt und Vermehrung finanziell unterstützt werden. Die Leiterin der Unteren Naturschutzbehörde, Martina Schäfer, erklärte: "Darunter fallen 12 Vogelarten, einige Amphibien, sowie Orchideen- und andere Pflanzenarten." Besonders erfreulich sei das "Comeback" von Luchs, Eisvogel, und Biber.Wie wichtig es ist, den Artenschwund in Hessen zu stoppen, machte Dr. Matthias Kuprian vom Hessischen Minis-terium für Umwelt deutlich. Vor allem heimische Arten müssten erhalten werden.

Derzeit arbeiten die beteiligten Behörden an ­einem konkreten Leitfaden, der die Umsetzung der Biodiversitätsstrategie forcieren soll. ­Ergebnisse werden in zwei Wochen erwartet. "Sorgen wir dafür, dass unser Landkreis ein biologisches Aushängeschild erhält", sagte Landrat Dr. Michael Koch vor den ­Anwesenden der Konferenz.

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