Gedanken zum neuen Standort für Neuensteiner Rettungswache

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Neuensteins Bürgermeister Walter Glänzer, Landrat Michael Koch und Thomas Baumann beraten über einen neuen Standort der Feuerwache Neuenstein.

Bisher ist es nur eine Idee, aber die schnelle medizinische Versorgung muss für Neuenstein, wie auch Ludwigsau gegeben sein. Mehr dazu im Artikel.

Neuenstein. Zehn Minuten darf es höchstens dauern, bis in Hessen ein Rettungswagen vor Ort ist. Für den Landkreis Hersfeld-Rotenburg sieht die Statistik gut aus, trotzdem werden die Konzepte ständig überarbeitet und weiter verbessert. Deshalb gibt es im Landkreis Hersfeld-Rotenburg Überlegungen, die Rettungswache in der Gemeinde Neuenstein an einen neuen, optimierten Standort zu verlagern. Bisher wird dieser Teil des Kreises aus dem Ortsteil Aua versorgt.

Eine neue Wache könnte in direkter Nachbarschaft zum Dorfgemeinschaftshaus in Neuenstein-Mühlbach entstehen. Aufgrund eines auslaufenden Mietvertrages wird die DRK-Rettungsdienst Waldhessen GmbH die Rettungswache in Neuenstein-Aua zukünftig nicht mehr nutzen können. „Die nun eingetretene Situation wird durch uns als Träger des Rettungsdienstes genutzt, um nochmals eine Optimierung der rettungsdienstlichen Versorgung im Landkreis zu erreichen“, schildert Thorsten Bloß die Überlegungen.

Im Landkreis ist er der zuständige Fachdienstleiter für den Brandschutz, Rettungsdienst und den Katastrophenschutz. „Hier wäre alles vorhanden: Wasser, Strom und das Grundstück gehört der Gemeinde", bringt Neuensteins Bürgermeister Walter Glänzer die Vorteile der Idee auf den Punkt. Landrat Dr. ­Micha­el Koch hatte gemeinsam mit Rettungsdienstexperten Bloß einen Vor-Ort-Termin organisiert, um sich an Ort und Stelle zu informieren. Koch weiß: „Wir brauchen eine gute Lösung für alle Gemeinden im Kreis.“ Mit vor Ort war deshalb auch Ludwigsaus Bürgermeister Thomas Baumann.

„Auch die flächenmäßig größte Gemeinde und die Ortsteile, die am Rand des Landkreises liegen, müssen in Notfällen medizinisch schnell versorgt sein“, lautet seit längerem seine Forderung. Mit dem Vorschlag Neuenstein kann er sich gut anfreunden und wird die Idee in die Gemeindegremien tragen. „In 90 Prozent aller Fälle ist die 10-Minuten-Frist einzuhalten, schreibt das Gesetz vor. Das schaffen wir im Kreis gut und von dem Vorschlag Neuenstein wird auch die Gemeinde Ludwigsau profitieren“, erklärt Fachdienstleiter Bloß. Der Standort der neuen Rettungswache wird in der Nähe zur Autobahn A7 und in unmittelbarer Nähe zur B 324 in Richtung Bad Hersfeld, L3153 und L3253 Richtung Ludwigsau-Hainrode beziehungsweise -Ersrode liegen. Damit können die bisher innerhalb der Hilfsfrist erreichten Neuensteiner Ortsteile und die Autobahn erreicht werden. Gleichzeitig verkürzt sich die Hilfsfrist für das obere Rohrbachtal um wertvolle Minuten.

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