Ries: „Da ist also Iliev’s angekündigte sozialdemokratische Wende...“

Heringens ehemaliger Bürgermeister Hans Ries mit einer Presseerklärung der Wählergruppe Gemeinschaftsliste ­Heringen (WGH) zur mög­licherweise geplanten Kita-Gebührenerhöhung in Heringen.

Heringens ehemaliger Bürgermeister Hans Ries mit einer Presseerklärung der Wählergruppe Gemeinschaftsliste ­Heringen (WGH) zur mög­licherweise geplanten Kita-Gebührenerhöhung in Heringen:

Das ist also die sozialdemokratische Wende, die von Bürgermeister Iliev angekündigt wurde. Und er fängt gleich bei den Kitas und der Krippe an. Allerdings hatte schon 2014 unter Führung der SPD bereits eine Mehrheit gegen die WGH eine Krippengebühr durchgesetzt, die nun offenbar verdreifacht werden soll. Weiterhin soll die seit 1994 bewährte Staffelung der Kita-Gebühren nach Einkommen abgeschafft und eine höhere Pauschalgebühr eingeführt werden. Damit werden die ärmeren Familien mehr und die wohlhabenderen ­Familien deutlich weniger bezahlen müssen. Das ist die Fortsetzung der Schröder-Politik, der für Reiche den ­Spitzensteuersatz von 53 Prozent auf 42 Prozent senkte, während später besonders zu Lasten kleiner Einkommen, die Mehrwertsteuer drastisch angehoben wurde. Für die WGH beginnt hingegen ­Bildung ab dem ersten Lebensjahr und Chancengleichheit ab dem ­ersten Euro. Es war daher ab 2004 das Ziel, allen Heringer Kindern gleiche Chancen einzuräumen, insbesondere denen, die unserer besonderen Fürsorge und Aufmerksamkeit bedürfen.

In keinem anderen Land Europas sind Bildung und Chance derart vom Geldbeutel der Eltern ab­hängig wie in Deutschland und dem wollten wir uns bis dahin in Heringen entgegenstellen. Über den Preis will demnach die SPD weniger Begüterte und Alleinerziehende gezielt in die Herdprämie abdrängen und sozial separieren. Das Argument, Bildung müsse den Eltern etwas Wert sein, ist ver­logen, da finanziell schwächere Familien im Verhältnis schon ­immer deutlich mehr ihres Einkommens aufwenden müssen, um ihren Kindern gleiche Entwicklungsmöglichkeiten zu bieten. Ab 2004 hat sich in Sachen frühkindlicher Bildung Heringen von einem traurigen Schlusslicht zum ­Spitzenreiter entwickelt und wir ­haben dafür viel Lob von den Aufsichtsbehörden und bundesweit tätigen Pädagogen erfahren. Das soll nach Ansicht der SPD nun ­wieder radikal zurückgedreht werden. Mit der WGH ist dies nicht zu machen. Hans Ries, Pressesprecher WGH

Das könnte Sie auch interessieren

Meistgelesene Artikel

Vorläufige zusätzliche Kosten der 66. Festspiele

Vorläufiges Rechnungsergebnis der Festspielsaison 2016: 406.391 Euro mussten mehr aufgewendet werden.
Vorläufige zusätzliche Kosten der 66. Festspiele

Wilde Verfolgungsjagd auf der Hohen Luft

Weil er keinen gültigen Führerschein besaß, versuchte ein 57-jähriger Autofahrer sich durch eine waghalsige Flucht einer Kontrolle zu entziehen.
Wilde Verfolgungsjagd auf der Hohen Luft

Heiderich lud Hörgeschädigten-Bund zur Berlin-Tour ein

CDU-Bundestagsabgeordneten Helmut Heiderich lud den Vorstand des Hörgeschädigten-Bundes Bad Hersfeld zu einer Berlin-Tour ein.
Heiderich lud Hörgeschädigten-Bund zur Berlin-Tour ein

Attacke auf 15-Jährige im Schilde-Park

Ein 18-jähriger soll einem 15-jährigen Mädchen ins Gesicht geschlagen haben - Polizei sucht Zeugen des Vorfalls
Attacke auf 15-Jährige im Schilde-Park

Kommentare

Hinweise für das Kommentieren

Von Mo. bis Fr. in der Zeit von 18 bis 9 Uhr und am Wochenende werden keine neuen Kommentare freigeschaltet.
Bitte bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht.