Ries: „Selbst die SPD hat sich für Fischer schon entschuldigt...“

Leserbrief an Kreisanzeiger wegen FischerBereits mehrfach hat sich die SPD-Fraktion wegen des Verhaltens ihres Mitgliedes Fischer bei mir entschuldigt

Leserbrief an Kreisanzeiger wegen Fischer

Bereits mehrfach hat sich die SPD-Fraktion wegen des Verhaltens ihres Mitgliedes Fischer bei mir entschuldigt und sich auch immer wieder zu politischen Fragen von Herrn Fischer öffentlich distanziert.

So auch in diesem Fall.

Die SPD-Fraktion hatte mich zudem gebeten, einen Tagesordnungspunkt von der Tagesordnung der Stadtverordnetenversammlung zu nehmen, der nur deshalb aufgenommen wurde, weil Herr Fischer mit immer neuen Vorwürfen und Anzeigen gegen K+S die politische Debatte bestimmen wollte. Konkret ging es um Vorgänge aus den siebziger bis in die neunziger Jahre.

Ich bin dem vorgetragenen Wunsch der SPD-Fraktion gefolgt, woraufhin der sichtlich erzürnte Herr Fischer mit einer strategischen, aber erfolglosen Selbstanzeige reagierte, um offensichtlich der im wesentlichen Gerstunger Bürgerinitiative, deren zweiter Vorsitzender er ebenfalls ist, demnach weiteres "Futter" zu geben.

Ich hatte angeboten, alle seinerzeitigen behördlichen Vorgänge dazu offen zu legen, jedoch haben alle Fraktionen im Stadtparlament das Ansinnen des Herrn Fischer ausdrücklich verurteilt. Anders als von Herrn Fischer behauptet, gab es auch keine polizeiliche Vernehmung in der Sache oder meinerseits die Rücknahme irgendeiner Behauptung. Wozu auch?

Vertreten wird Herr Fischer von Anwalt Reitinger aus Sonneberg (Thüringen), der derzeit die Interessen der Gemeinde Gerstungen gegen die Stadt Heringen (Werra) vertritt und in dessen Namen er nun auch eine Klage gegen mich führen soll.

Ich denke, Kernpunkt der Kritik aller Fraktionen an Herrn Fischer ist die offensichtliche Erkenntnis, dass er sich demnach ausschließlich als Interessenvertreter der im wesentlichen Thüringer Bürgerinitiative und der Gemeinde Gerstungen gegen das e.on-Kraftwerk, die Stadt Heringen (Werra) und vor allem die hiesige Kaliindustrie begreift.

Sollte die SPD im Interesse ihres stellvertretenden Fraktionsvorsitzenden Fischer die Bitte äußern, die Sache wieder auf die Tagesordnung zu nehmen, werde ich das natürlich tun. Mitgliedern der SPD-Fraktion habe ich selbstverständlich Einsicht in die dem Magistrat zur Verfügung stehenden Unterlagen gewährt.

Die Handlungsdefizite aus der damaligen Zeit wurden inzwischen von mir neu verhandelt und werden innerhalb der nächsten drei Jahre baulich gelöst, ohne die Stadt finanziell zu belasten. Herrn Fischer scheint das nicht genug, weil er scheinbar immer noch die Stilllegung wesentlicher Teile der Werrataler Industrie favorisiert.

Hans Ries, Heringen

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Lesen Sie hier den Artikel, auf den sich Hans Ries mit seinem Leserbrief bezieht:

Stadtverordneter Fischer: "Schluss mit Verleumdungen, Herr Ries" – Hans-Jürgen Fischer, Stadtverordneter in Heringen, zu den Anschuldigungen von Bürgermeister Hans Ries zu seiner Person... (vom 26. Januar 2011)

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