Ries: „Wer Politikern Ehrlichkeit zutraut, der ist dumm und darf sich nicht beschweren...“

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Heringens Buergermeister Hans Ries. Foto: Archiv

Heringens Bürgermeister Hans Ries zur Ablehnung des kreisgleichen Hallenbadzuschusses:Als 2007 die schockierenden und bis dahin verheimlichten Gutach

Heringens Bürgermeister Hans Ries zur Ablehnung des kreisgleichen Hallenbadzuschusses:

Als 2007 die schockierenden und bis dahin verheimlichten Gutachten über den tatsächlichen Zustand des alten Hallenbades ans Licht kamen (der Kreis hatte diese seit 2002 nachweislich ebenfalls vorliegen) und wir uns hernach per Parlamentsbeschluss zum Neubau entschlossen, gab es bereits mehrfach mündliche wie schriftliche Zusagen des Kreises, dass wir den gleichen Betriebskostenzuschuss erhalten würden wie bisher.

In der seinerzeitigen Beschlussvorlage des Kreistages zur Bäderförderung wurde ausdrücklich erwähnt, dass wir nun u. a. mit Rotenburg vertraglich gleichgestellt seien. Unsere schriftliche Forderung vom 4.12.2007 an den Landrat, den Vertrag gemäß schriftlicher Zusage und wie im bisherigen Vertrag ausdrücklich geregelt, noch vor Jahresende 2007 zu verlängern, wurde vom Landrat mit dem Hinweis sinngemäß abgelehnt, dass wir das neue Bad erst einmal bauen sollten und erst dann wäre es Zeit den Vertrag zu erneuern.

Und dann kam am 18.5.2009 heraus, wie übel und dreist man uns tatsächlich belogen hatte. Und man gab von Seiten des Kreises sogar öffentlich zu, dass man uns hinters Licht geführt hatte. Jedoch hatten wir, als wir davon Kenntnis erhielten, schon mit dem Bau begonnen.

Das Stadtparlament und der Magistrat beschlossen daraufhin mehrfach, die vertragliche Gleichstellung mit Rotenburg zu fordern und wir haben dies dem Landrat immer wieder mitgeteilt.

Allerdings machte mir der Landrat klar, dass die gezeigte Methode gegenüber der Stadt Heringen, in der Politik doch völlig normal ist und wir daher selbst Schuld seien.

Das bedeutet demnach: Wer Politikern Ehrlichkeit zutraut, der ist dumm und darf sich nicht beschweren, wenn er den Schaden hat.

Muss sich gerade Herr Landrat Dr. Schmidt dann noch wundern, dass Politik und Politiker oft genug übel angesehen sind und man ihnen jede Schlechtigkeit zutraut?

Die gesamte Chronologie des Schriftverkehrs in dieser Sache ist übrigens auf der städtischen Internetseite veröffentlicht.

Hans Ries

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