"Romeo und Julia"-Konzert begeisterte das Publikum bei "Bad Hersfelder Festspielen"

"Romeo und Julia" lautete der Titel eines einmaligen Klassikkonzerts mit dem "Hessischen Staatsorchester Wiesbaden" unter der Leitung von Patrick Lange mit Lesungen von Marianne Sägebrecht.
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"Romeo und Julia" lautete der Titel eines einmaligen Klassikkonzerts mit dem "Hessischen Staatsorchester Wiesbaden" unter der Leitung von Patrick Lange mit Lesungen von Marianne Sägebrecht.
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"Romeo und Julia" lautete der Titel eines einmaligen Klassikkonzerts mit dem "Hessischen Staatsorchester Wiesbaden" unter der Leitung von Patrick Lange mit Lesungen von Marianne Sägebrecht.

Das "Hessische Staatsorchester Wiesbaden" unter der Leitung von Patrick Lange, Weltstar Marianne Sägebrecht und Festspielschauspieler Robert-Joseph Bartl begeisterten die Zuhörer in der Stiftsruine.

Bad Hersfeld - „Großartig“ – so könnte man das Konzert „Romeo und Julia“ bei den „Bad Hersfelder Festspielen“ beschreiben, wenn man nur ein einziges Wort zur Verfügung hätte. Das grandiose „Hessische Staatsorchester Wiesbaden“ unter der Leitung von Patrick Lange verzauberte das Publikum am Samstagabend in der gut gefüllten Stiftsruine.

Das mehr als 80-köpfige Orchester, das am Ende des Regenbogens, den ein Schauer über Bad Hersfeld gezaubert hatte, Werke von Tschaikowsky, Prokofieff und Rimsky-Korsakoff interpretierte, zeichnete sich trotz Freiluft und herbstlicher Kühle als homogener Klangkörper aus, der vom sanftesten Pianissimo bis zum kraftstrotzenden Fortissimo überzeugte. Am Beginn stand die Fantasie-Ouvertüre „Romeo und Julia“ von Peter I. Tschaikowsky. Das Programm des Abends hatte Dirigent Lange extra an den Spielplan der „68. Bad Hersfelder Festspiele“ angepasst. Das Orchester ließ die Klänge des Werkes, das symphonisch die Dramatik des Shakespeare-Dramas in sehr abwechslungsreichen Nuancen beinhaltet, durch die Stiftsruine hallen.

Liebe kennt kein Alter

Weltstar Marianne Sägebrecht, die auf eigenen Wunsch mit Festspiel-Schauspieler Robert-Joseph Bartl Szenen aus „Romeo und Julia“ lesen wollte, brachte den Inhalt des Dramas essentiell auf den Punkt: „Zwei Häuser, eine Liebe, Tod“. Wie in „Lenas Geheimnis“ waren die rezitierenden Liebenden keine Jugendlichen, sondern mit Sägebrecht und Bartl ein Paar, dem man die Verzweiflung der unglücklichen Beziehung vollkommen abnahm. Auf den Tod folgte Sergej Prokofieffs Ballettmusik „Romeo und Julia“, die durch „Die Montagues und Capulets“ mit den charakteristischen Streicherpassagen die Dramatik der Szene noch verstärkte. Weitere Teile der Ballett-Suite des romantischen Komponisten führten die Zuhörer in die Welt der klassischen Musik, die bestens in die alten Mauern der Stiftsruine passte.

Reise ins Morgenland

Verdichtet wurde die Atmosphäre des Konzerts nach der Pause. Mit „Sheherazade“ von Nikolai Rimsky-Korsakoff und Sägebrechts Erzählung aus „1001 Nacht“ im Wechsel fühlte man sich mit ins Morgenland genommen, das auch „Peer Gynt“ bereiste. Karl-Heinz Schultz, Konzertmeister und Solo-Violinist, bezauberte mit Rimsky-Korsakoffs Kadenzen. Die Musik begeisterte so sehr, dass das Publikum nicht an Applaus nach den einzelnen Sätzen sparte – was die Dramaturgie ein wenig störte. Nichts desto trotz schwebten die Klänge durch den Raum und verzauberten das Publikum.

Die Leistung, die das Orchester an diesem Abend nach Bad Hersfeld brachte, ist bewundernswert. Das Zusammenspiel von Wort und Musik begeisterte. Ob Solo-Passagen einzelner Instrumente oder der monumentale Gesamtklang – das Orchester bewies höchste Perfektion. Patrick Lange führte den Klangkörper durch wellenumtoste Klippen, in die Wüste und bis zum letzten Ton, den die Violinen mit einen Flageolett ins Nichts entschwinden ließen, herrschte eine Spannung zwischen Musikern und Publikum, die sich erst entlud, nachdem der Dirigent die Hand sinken ließ.

Donnernder Schlussapplaus

Mit langem, donnerndem Applaus, Pfiffen und „Bravo“-Rufen brach sich die Begeisterung der Zuhörer nach einem wunderbaren Konzertereignis endlich Bahn.

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